Der einstige Highflyer The Trade Desk befindet sich in einer schweren Krise. Mit einem Minus von rund 73 Prozent gegenüber dem Allzeithoch vom Dezember 2024 notiert das Ad-Tech-Unternehmen aktuell auf dem niedrigsten Bewertungsniveau seit dem Börsengang 2016. Angesichts neuer Kurszielsenkungen und wachsender Konkurrenz fragen sich Anleger: Ist das Schnäppchen real oder fällt das Messer noch tiefer?
Die Wall Street passt ihre Erwartungen zunehmend der harten Realität an. Allein in der vergangenen Woche senkten mehrere Analysehäuser ihre Kursziele deutlich. Cantor Fitzgerald reduzierte auf 43 US-Dollar, Wolfe Research strich das Ziel von 60 auf 45 US-Dollar zusammen. Auch Guggenheim-Analyst Michael Morris korrigierte seine Erwartung auf 50 US-Dollar nach unten. Er sieht drei zentrale Herausforderungen für das Management: Das Umsatzwachstum muss die Konsenserwartungen von 16 Prozent für 2026 übertreffen, die Kommunikation mit Investoren vereinfacht und neue Wachstumstreiber wie die internationale Expansion etabliert werden.
Amazon erhöht den Druck
Belastend wirkt zudem die gemischte Aufnahme der neuen KI-basierten Plattform „Kokai“. Zwar nutzen inzwischen rund 85 Prozent der Kunden das System als Standard und das Management verweist auf verbesserte Klickraten, doch der Übergang verläuft für viele Kunden holpriger als erhofft.
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Gleichzeitig verschärft sich der Wettbewerb dramatisch. Amazon dringt aggressiv in den Werbemarkt vor und nutzt seine exklusiven Shopping-Daten, um Marktanteile zu erobern. Dieser Datenvorteil ist für Drittanbieter wie The Trade Desk nur schwer zu kontern, was den strukturellen Gegenwind für das Unternehmen verstärkt.
Bewertung auf historischem Tief
Mit einem aktuellen Kurs von rund 37 US-Dollar handelt die Aktie bei einem geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 19 für das kommende Jahr. Dies ist nur ein Bruchteil der historischen Bewertung, die im Durchschnitt der letzten zehn Jahre beim 69-fachen lag. Trotz des massiven Kursverfalls bleibt die Bilanz mit 1,45 Milliarden US-Dollar an Barmitteln und minimaler Verschuldung solide. Der freie Cashflow von über 540 Millionen US-Dollar jährlich verschafft dem Unternehmen weiterhin Spielraum für Aktienrückkäufe.
Das Management verlagert den Fokus unterdessen von aggressivem Wachstum auf Profitabilität. Für das Gesamtjahr 2026 rechnen Analysten mit einem Gewinn je Aktie von 1,78 US-Dollar. Die nächsten Quartalszahlen, die für Mitte Februar erwartet werden, müssen zeigen, ob die Strategie greift. Charttechnisch bleibt die Lage angespannt, da der Titel nur knapp über dem 52-Wochen-Tief notiert und das hohe Handelsvolumen auf anhaltende Umschichtungen institutioneller Investoren hindeutet.
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