Der Ad-Tech-Spezialist The Trade Desk kommt nicht zur Ruhe. Nach einem schwelenden Streit mit einer wichtigen Partneragentur verliert das Unternehmen nun gleich drei hochrangige Führungskräfte auf einen Schlag. Dieser plötzliche Aderlass im Management schickte die ohnehin gebeutelte Aktie im regulären Handel auf Talfahrt, bevor nachbörslich eine leichte Gegenbewegung einsetzte.
Lücke in der Führungsetage
Laut Medienberichten verlassen Marketingchef Ian Colley, Kommunikationsleiterin Melinda Zurich und Matthew Henick, Senior Vice President für Konsumgüter, zeitgleich das Unternehmen. Besonders der Abgang von Henick wiegt schwer. Er verantwortete das neue Streaming-Betriebssystem Ventura TV OS. Die plötzliche Vakanz auf diesen Schlüsselpositionen schürt am Markt Sorgen über die künftige operative Umsetzung.
Folgerichtig reagierte die Investmentbank Wells Fargo. Analyst Alec Brondolo senkte das Kursziel leicht von 25 auf 24 US-Dollar. Er beließ die Einstufung auf „Equal Weight“, verwies aber auf erhöhte Ausführungsrisiken für das zweite Halbjahr. Das Unternehmen muss seine Connected-TV-Plattform nun ohne die bisherigen Architekten weiterentwickeln.
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Streitigkeiten und ein massiver Insiderkauf
Der personelle Umbruch trifft The Trade Desk in einer ohnehin angespannten Phase. Kürzlich riet die französische Werbeholding Publicis Groupe ihren Kunden, die Ausgaben über die Plattform der Amerikaner zu stoppen. Auslöser war ein Audit, das Fragen zu Gebührenstrukturen und Transparenz aufwarf. CEO Jeff Green wies diese Vorwürfe vehement zurück.
Trotz dieser Gegenwinde existieren fundamentale Stützpfeiler. Im vierten Quartal übertraf der Umsatz mit 846,79 Millionen US-Dollar die Erwartungen leicht. Der Gewinn pro Aktie entsprach mit 0,59 US-Dollar exakt den Prognosen. Zudem demonstrierte Firmenchef Green erst Anfang März massives Vertrauen in sein eigenes Unternehmen. Er erwarb Aktien im Wert von 148 Millionen US-Dollar, was den größten Insiderkauf in der Geschichte des Konzerns markiert. Green kaufte diese Papiere bewusst in einer Phase extrem negativer Marktstimmung.
Aktuell notiert das Papier nahe seinem 52-Wochen-Tief bei rund 20,70 US-Dollar und damit weit unter der 50-Tage-Linie. Die nachbörsliche Erholung um über drei Prozent auf 21,40 US-Dollar zeigt, dass einige Anleger das aktuelle Niveau als Einstiegschance betrachten. Die fundamentale Bewährungsprobe liefert das Management mit der Prognose für das erste Quartal 2026. Hier peilt The Trade Desk einen Umsatz von mindestens 678 Millionen US-Dollar an, was am unteren Ende der Spanne einem verhaltenen Wachstum von lediglich zehn Prozent entspricht.
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