Zwei starke Tage in Folge, und trotzdem liegt die Aktie noch fast 30 Prozent im Minus seit Jahresbeginn. Bei The Trade Desk klafft zwischen kurzfristiger Erholung und mittelfristiger Realität eine beachtliche Lücke.
Am 20. April legte die Aktie 6,9 Prozent zu — getragen von einer breiten Rotation in überverkaufte Tech-Werte. Schon fünf Tage zuvor hatte das Papier 5,9 Prozent gewonnen, als Hoffnungen auf eine US-iranische Annäherung die Risikobereitschaft der Märkte anschob. Der Schlusskurs liegt bei 23,09 USD, rund 25 Prozent über dem 52-Wochen-Tief vom März — aber noch immer 70 Prozent unter dem Jahreshoch.
Vertrauen kostet 150 Millionen Dollar
Ein Detail hat Anleger besonders aufhorchen lassen: CEO Jeff Green kaufte eigenen Angaben zufolge Aktien im Wert von 150 Millionen Dollar. Ein Signal, das der Markt registriert — zumal es in eine Phase fällt, in der das Vertrauen in das Unternehmen ohnehin auf dem Prüfstand steht.
Der Hintergrund ist bekannt, aber gravierend. Die Agenturgruppe Publicis empfahl ihren Kunden, Ausgaben auf der Plattform vorerst einzufrieren. Auslöser war ein Drittanbieter-Audit, das Fragen zu Gebührenstrukturen und Transparenz aufwarf. Für ein Unternehmen, dessen Geschäftsmodell auf dem Vertrauen von Werbekunden basiert, ist das kein Randthema.
Zahlen mit Schönheitsfehlern
Operativ lieferte The Trade Desk zuletzt solide, aber nicht berauschende Ergebnisse. Im vierten Quartal 2025 wuchs der Umsatz um 14,3 Prozent auf 846,8 Millionen Dollar — über den Erwartungen. Der Ausblick für das laufende Quartal fiel allerdings knapp unter die Analystenschätzungen: Das Unternehmen peilt mindestens 678 Millionen Dollar an, was einem Wachstum von rund zehn Prozent entspräche.
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Das Wachstumstempo verlangsamt sich. Für das Gesamtjahr 2025 lag es bei 18 Prozent — nach 26 Prozent im Jahr zuvor. Das KGV von rund 25 klingt moderat, setzt aber voraus, dass das Unternehmen die Wachstumskurve wieder nach oben dreht.
Analysten halten die Linie
Die Wall-Street-Gemeinde bleibt konstruktiv. Von 29 Analysten empfehlen die meisten die Aktie zum Kauf, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 31,16 Dollar. Wells Fargo senkte sein Ziel auf 24 Dollar, Evercore ISI auf 32 Dollar — hielt aber an der Outperform-Einstufung fest.
Das nächste harte Datum ist der 13. Mai 2026: Dann legt The Trade Desk nach Börsenschluss die Zahlen für das erste Quartal vor. Investoren werden vor allem schauen, ob Connected TV und Retail Media — die von der Unternehmensführung als Wachstumstreiber ausgerufenen Segmente — tatsächlich Fahrt aufnehmen. Erst dann lässt sich beurteilen, ob die aktuelle Erholung mehr ist als eine technische Gegenbewegung.
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