Während die Aktie von The Trade Desk monatelang unter Druck stand, setzte CEO Jeffrey Green ein bemerkenswertes Zeichen: Er kaufte für rund 148 Millionen Dollar eigene Aktien – der erste bedeutende Insider-Kauf seit über einem Jahr. Parallel dazu wurden Verhandlungen mit OpenAI über eine mögliche Werbe-Partnerschaft bekannt. Die Kombination beider Nachrichten löste die stärkste Kursrally seit Februar 2023 aus.
CEO Green kauft sechs Millionen Aktien
Jeffrey Green erwarb innerhalb weniger Tage etwa sechs Millionen Aktien zu Preisen zwischen 23,49 und 25,08 Dollar. Die Transaktion fällt in eine Zeit, in der Insider des Unternehmens über ein Jahr lang entweder Aktien verkauften oder keine Käufe tätigten. Der Zeitpunkt ist bemerkenswert: Gerade als die Gespräche mit OpenAI bekannt wurden, dokumentierte Green öffentlich sein Vertrauen in die eigene Firma.
Die Signalwirkung ist eindeutig: Der CEO glaubt an eine Erholung, während viele Anleger das Unternehmen nach einem Kursverlust von rund 75% seit dem Höchststand 2024 bereits abgeschrieben hatten.
OpenAI-Partnerschaft könnte Wende bringen
The Information berichtete über frühe Gespräche zwischen The Trade Desk und OpenAI. Der KI-Konzern hatte erst im Februar erstmals Werbung auf ChatGPT geschaltet und sucht nun nach Wegen, das Geschäft schnell zu skalieren. Statt alles selbst aufzubauen, erwägt OpenAI offenbar die Zusammenarbeit mit einem etablierten Adtech-Spezialisten.
Für The Trade Desk wäre eine Kooperation doppelt wertvoll: Einerseits würde sie neue, hochmargige Umsätze generieren. Andererseits würde sie beweisen, dass selbst KI-Giganten auf spezialisierte Werbetechnologie-Partner angewiesen sind – eine zentrale Frage, die Anleger seit Monaten umtreibt.
Marktreaktion: Plus 30 Prozent im Tageshoch
Die Kombination aus Insider-Kauf und OpenAI-Meldung ließ die Aktie am Donnerstag regelrecht explodieren. Im Tageshoch legte der Kurs um 30,7 Prozent zu, zum Handelsschluss stand ein Plus von 18,36 Prozent auf 29,79 Dollar zu Buche. Das Handelsvolumen erreichte 82,2 Millionen Aktien – mehr als das Vierfache des Dreimonats-Durchschnitts.
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Auch Branchenkollegen wie PubMatic und Magnite profitierten, blieben aber deutlich hinter The Trade Desk zurück.
Herausforderungen bleiben bestehen
Die Rally erfolgt vor einem schwierigen Hintergrund. Das Umsatzwachstum verlangsamte sich in den vergangenen fünf Quartalen kontinuierlich. Im vierten Quartal 2025 wuchs The Trade Desk noch um 14 Prozent, für das laufende erste Quartal 2026 prognostiziert das Unternehmen mindestens 678 Millionen Dollar Umsatz – ein Wachstum von nur noch zehn Prozent.
Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei 12,2 Milliarden Dollar und damit deutlich unter der erforderlichen Schwelle von 22,7 Milliarden Dollar für den Verbleib im S&P 500. Zudem konkurriert The Trade Desk mit Amazons wachsendem Werbegeschäft und muss beweisen, dass die eigene Technologie nicht durch KI-basierte Automatisierung obsolet wird.
Produktseitig investiert das Unternehmen weiter: Ende Februar startete The Trade Desk das Ventura Ecosystem für Connected-TV-Plattformen und führte OpenTTD ein – eine Plattform, die Werbetreibenden zentralisierten Zugang zu Datenlösungen bieten soll.
Analysten bleiben zurückhaltend
Von 39 Analystenhäusern bewerten 21 die Aktie mit „Halten“ oder schlechter. Die breite Überzeugung fehlt noch. Entscheidend wird sein, ob aus den OpenAI-Gesprächen ein konkreter Vertrag wird und ob The Trade Desk das Umsatzwachstum wieder beschleunigen kann. Erst dann zeigt sich, ob die Rally der Beginn einer echten Trendwende ist oder lediglich eine technische Gegenbewegung nach einem harten Ausverkauf.
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