Bei The Trade Desk kehrt einfach keine Ruhe ein. Nachdem die Aktie bereits ein desaströses Jahr 2025 hinter sich hat, sorgt nun ein erneuter Wechsel in der Chefetage für massive Verunsicherung. Der erst vor fünf Monaten ernannte Finanzvorstand wurde mit sofortiger Wirkung entlassen – ein Schritt, der am Markt Fragen zur Stabilität des Werbe-Technologieunternehmens aufwirft und den Aktienkurs weiter belastet.
Unruhe in der Chefetage
Die Wortwahl in der Pflichtmitteilung ließ Investoren aufhorchen: Alex Kayyal wurde „gekündigt“ (terminated), statt wie üblich zurückzutreten. Zwar betonte das Unternehmen, dass es keine Streitigkeiten über Finanzberichte oder Bilanzierungspraktiken gab, doch die Optik ist verheerend. Kayyal hatte den Posten erst im August 2025 übernommen. Damit verschleißt The Trade Desk nun den dritten Finanzchef innerhalb von weniger als zwölf Monaten.
Diese hohe Fluktuation im Management nährt Zweifel an der internen Governance. Interimsmäßig übernimmt nun Tahnil Davis, die langjährige Leiterin der Buchhaltung, die Aufgaben. Analysten werten die Situation als zusätzliche Belastung für das ohnehin fragile Vertrauen der Anleger.
Aktie am Boden – Konkurrenz drückt
Diese Personalquerelen treffen auf eine ohnehin angeschlagene Marktstimmung. Die Aktie notiert aktuell bei 29,75 US-Dollar direkt am 52-Wochen-Tief und hat auf Zwölfmonatssicht rund 74 Prozent an Wert verloren.
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Neben den hausgemachten Problemen drücken fundamentale Sorgen den Kurs. Analysten sehen die aggressive Expansion von „Walled Gardens“ wie Amazon und Google im Bereich der programmatischen Werbung als Gefahr für die Wachstumsstory des Konzerns. Die Neutralität, lange das wichtigste Verkaufsargument von The Trade Desk, wird zunehmend auf die Probe gestellt, da Wettbewerber ihre riesigen Datenmengen nutzen, um Werbebudgets abzugreifen.
Operatives Geschäft stabil
Trotz des Chaos an der Spitze gibt es einen Hoffnungsschimmer für die operative Entwicklung. Das Management bekräftigte seine Finanzziele für das vierte Quartal 2025. Der Umsatz soll weiterhin bei mindestens 840 Millionen US-Dollar liegen, das bereinigte EBITDA bei rund 375 Millionen US-Dollar. Zumindest das Tagesgeschäft scheint von den Turbulenzen im Vorstand bislang unberührt zu sein.
Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf den 25. Februar 2026. Bei der Vorlage der Quartalszahlen muss CEO Jeff Green nicht nur eine dauerhafte Lösung für die CFO-Position präsentieren, sondern auch eine überzeugende Strategie gegen die Marktmacht von Amazon darlegen. Nur ein solider Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026 dürfte das stark angekratzte Vertrauen wiederherstellen.
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