Nach einem Kursverlust von über 60 Prozent binnen eines Jahres schien das Vertrauen der Anleger in den Ad-Tech-Spezialisten verflogen. Doch nun sorgen gleich zwei Ereignisse für eine Neubewertung: Während Berichte über eine Partnerschaft mit dem ChatGPT-Entwickler OpenAI die Fantasie anregen, setzt CEO Jeff Green ein historisches Zeichen. Er investierte privat eine dreistellige Millionensumme in eigene Aktien und signalisiert damit maximale Zuversicht.
OpenAI sucht Partner für Werbeoffensive
Der erste Kurstreiber basiert auf Berichten, wonach OpenAI frühe Gespräche mit The Trade Desk führt. Ziel ist eine Kooperation, um den ChatGPT-Entwickler beim Verkauf von Werbeanzeigen zu unterstützen. Für OpenAI ist dieser Schritt strategisch wichtig: Das Unternehmen plant, den Umsatz mit der Konsumentenversion von ChatGPT in diesem Jahr auf 17 Milliarden US-Dollar zu verdoppeln – eine Summe, die maßgeblich durch Werbeeinnahmen realisiert werden soll.
Für The Trade Desk wäre eine solche Allianz ein bedeutender Erfolg. Das Unternehmen positioniert sich bereits mit der neu vorgestellten Plattform „OpenTTD“ als zentrale Infrastruktur für die digitale Werbeindustrie. Die Plattform soll Werbetreibenden einen einheitlichen Zugang zu Datenlösungen und Analysen über verschiedene Dienste hinweg ermöglichen.
Historischer Insider-Kauf stützt den Kurs
Noch greifbarer als die Gerüchte um OpenAI ist das finanzielle Bekenntnis des Firmenchefs. CEO Jeffrey Terry Green erwarb über eine ihm zugeordnete Gesellschaft rund sechs Millionen Aktien der Klasse A auf dem offenen Markt. Die Transaktionen erfolgten zu Preisen zwischen 22,93 und 25,25 US-Dollar.
Das Gesamtvolumen dieses Kaufs beläuft sich auf rund 148,1 Millionen US-Dollar. Ein Insider-Deal dieser Größenordnung ist an der Börse selten und wird von Marktbeobachtern oft als das stärkste Indiz dafür gewertet, dass das Management die eigene Aktie für unterbewertet hält. Der Markt reagierte euphorisch: Heute verzeichnet das Papier ein Plus von über 22 Prozent auf aktuell 26,50 Euro.
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S&P 500 Mitgliedschaft wackelt
Diese Impulse kommen für das Unternehmen zu einem kritischen Zeitpunkt. Mit einer Marktkapitalisierung von zuletzt nur noch rund 12,2 Milliarden US-Dollar ist das Risiko gestiegen, aus dem S&P 500 Index gestrichen zu werden. Für den Verbleib im Benchmark-Index ist derzeit eine Bewertung von mindestens 22,7 Milliarden US-Dollar erforderlich – eine Marke, die The Trade Desk bereits im vergangenen September unterschritten hat.
Verantwortlich für den vorherigen Abwärtstrend war unter anderem der Ausblick auf das erste Quartal 2026. Obwohl das vierte Quartal 2025 die Erwartungen übertraf, enttäuschte die Prognose für das laufende Quartal mit einem in Aussicht gestellten Umsatzwachstum von lediglich 10 Prozent. Analysten wie Piper Sandler reagierten daraufhin zurückhaltend und senkten ihre Kursziele.
Der nächste entscheidende Termin steht bereits fest: Am 13. Mai 2026 wird The Trade Desk die Zahlen für das erste Quartal vorlegen und beweisen müssen, ob die operativen Bremsspuren nur temporär sind oder ob der CEO mit seinem Millionen-Investment das richtige Timing bewiesen hat.
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