Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » The Trade Desk Aktie: Brutaler Absturz

The Trade Desk Aktie: Brutaler Absturz

Die Aktie von The Trade Desk stürzt nach radikaler Kurszielsenkung und dem zweiten CFO-Wechsel innerhalb eines Jahres auf ein Fünfjahrestief. Die Quartalszahlen Ende Februar werden zur nächsten Bewährungsprobe.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Analyst KeyBanc senkt Kursziel drastisch
  • Zweiter CFO-Abgang binnen weniger Monate
  • Aktienkurs verliert über 75 Prozent an Wert
  • Nächste Quartalszahlen Ende Februar erwartet

The Trade Desk erlebt derzeit einen wahren Albtraum an der Börse. Innerhalb von nur zwölf Monaten hat sich der Aktienkurs geviertelt, und das Vertrauen der Anleger scheint vollständig verflogen zu sein. Eine toxische Mischung aus Chaos in der Führungsetage und drastischen Warnungen von Analystenseite drückt das Papier auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren.

Analysten ziehen die Reißleine

Der jüngste Ausverkauf, der die Aktie auf ein neues 52-Wochen-Tief drückte, wurde primär durch eine harte Neubewertung der KeyBanc ausgelöst. Analyst Justin Patterson senkte sein Kursziel radikal von 88 auf 40 US-Dollar. Zwar behält er die Einstufung „Overweight“ bei, doch seine Begründung wiegt schwer: Er sieht ein zunehmend schwieriges Umfeld für mittelständische Werbekunden. Zudem setzen große Konkurrenten verstärkt Künstliche Intelligenz ein, was den Wettbewerbsdruck auf The Trade Desk massiv erhöht.

Chaos in der Chefetage

Die Skepsis der Analysten trifft auf ein hausgemachtes Führungsproblem. Erst Ende Januar trennte sich das Unternehmen von Finanzchef Alex Kayyal – nach nur fünf Monaten im Amt. Dies markiert bereits den zweiten Abgang eines CFOs innerhalb von weniger als einem Jahr. Tahnil Davis übernimmt nun interimsweise, doch die Personalrochaden signalisieren Instabilität in einer ohnehin kritischen Phase.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei The Trade Desk?

Diese Unruhe verstärkt die Sorgen um das operative Geschäft. Bereits im vergangenen Jahr verfehlte das Unternehmen erstmals seit dem Börsengang die eigene Prognose. Zwar stieg der Umsatz im dritten Quartal 2025 noch um 17,7 Prozent, doch die Wachstumsdynamik schwächt sich ab. CEO Jeff Green hatte zuvor „kleinere Ausführungsfehler“ eingeräumt, doch Investoren fürchten, dass strukturelle Probleme dahinterstecken.

Die wichtigsten Fakten zur Lage:

  • Dramatischer Kursverfall: Die Aktie verlor auf 12-Monats-Sicht über 75 Prozent an Wert.
  • Cash-Polster: Das Unternehmen verfügt noch über rund 1,45 Milliarden US-Dollar an liquiden Mitteln.
  • Marktkapitalisierung: Trotz des Absturzes ist The Trade Desk noch mit rund 13,4 Milliarden US-Dollar bewertet.
  • Bewertung: Analysten stufen das Papier mehrheitlich nur noch mit „Hold“ ein (u.a. CFRA).

Blick auf die Zahlen

Die nächste Bewährungsprobe steht unmittelbar bevor. Am 25. Februar 2026 wird The Trade Desk die Zahlen für das vierte Quartal vorlegen. Analysten erwarten einen Gewinn von 0,59 US-Dollar pro Aktie bei einem Umsatz von rund 840 Millionen US-Dollar. Ob das im November genehmigte Aktienrückkaufprogramm über 500 Millionen US-Dollar ausreicht, um den Kurs zu stabilisieren, bleibt angesichts des massiven Vertrauensverlusts abzuwarten.

Anzeige

The Trade Desk-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue The Trade Desk-Analyse vom 4. Februar liefert die Antwort:

Die neusten The Trade Desk-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für The Trade Desk-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

The Trade Desk: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.

Weitere Nachrichten zu The Trade Desk