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The Trade Desk Aktie: Analyst stützt

Guggenheim bestätigt trotz Kurszielsenkung die Kaufempfehlung für The Trade Desk. Die Aktie erholt sich nach starkem Verfall, während Wachstumstreiber für 2026 im Fokus stehen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kaufempfehlung trotz reduziertem Kursziel
  • Aktie nach 73-prozentigem Absturz im Aufwärtstrend
  • Politische Werbung als Wachstumsmotor für 2026
  • UID2-Identitätslösung gewinnt an Bedeutung

Nach einem harten Jahr wagt The Trade Desk einen kleinen Neustart. Ein reduziertes, aber weiterhin positives Analysten-Votum hat die Stimmung zum Wochenauftakt spürbar aufgehellt. Im Zentrum steht die Frage, ob die deutliche Schwäche der vergangenen Monate eher Übertreibung oder Ausdruck wachsender Konkurrenzprobleme ist.

Guggenheim bleibt bei Kaufempfehlung

Auslöser der jüngsten Erholung war eine Studie von Guggenheim vom Montag. Die Investmentbank senkte ihr Kursziel für The Trade Desk von 55 auf 50 US-Dollar, behielt aber die Einstufung „Buy“ bei. Begründet wurde der Schritt mit „deutlich gestiegener Wettbewerbsintensität“ im digitalen Werbemarkt.

Gleichzeitig argumentiert Guggenheim, dass die Bewertung nach dem Kursverfall inzwischen attraktiver aussieht. Die Aktie war zuvor um rund 73 % von ihren Hochs im Dezember 2024 (nahe 140 US-Dollar) abgestürzt und wird laut der Studie nun mit Abschlag gegenüber vergleichbaren Adtech-Unternehmen gehandelt – sowohl beim Umsatz- als auch beim OIBDA-Multiple.

Nach dem Kursrutsch wirkt das unveränderte „Buy“-Rating daher wie ein Signal: Der vorangegangene Verkaufsdruck könnte überzogen gewesen sein. Die positive Marktreaktion unterstreicht das – das Handelsvolumen lag am Montag etwa 18 % über dem Durchschnitt, was auf verstärktes Interesse institutioneller Anleger hindeutet.

Gestern ging die Aktie bei 40,05 US-Dollar aus dem Handel; auf Wochensicht ergibt sich damit ein Plus von gut 5 %, im 30-Tage-Vergleich steht sogar ein Anstieg von über 18 % – nach wie vor vor dem Hintergrund eines 12-Monats-Minus von rund 67 %.

Bewertung und Wachstumstreiber für 2026

Abseits der Analystenstimme richtet sich der Blick wieder stärker auf die fundamentale Ausgangslage für 2026. Daten von Finanzplattformen verorten The Trade Desk bei einem PEG-Ratio (Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnis) von rund 0,99 – ein Niveau, das bei wachstumsstarken Tech-Werten häufig als Hinweis auf Unterbewertung gilt.

Mehrere Faktoren stützen das optimistische Szenario:

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  • Politische Werbung 2026: Die US-Zwischenwahlen dürften für einen kräftigen Schub beim Werbevolumen sorgen. Zusätzliche Budgets aus der Politik könnten mögliche Belastungen durch Zölle oder eine konjunkturelle Abkühlung zumindest teilweise auffangen.
  • Unified ID 2.0 (UID2): Die eigene Identitätslösung gewinnt weiter an Akzeptanz als Nachfolger der Drittanbieter-Cookies. Das stärkt die Verhandlungsposition von The Trade Desk gegenüber Werbekunden und Plattformen und erhöht die Bindung an das Ökosystem.
  • Internationales Wachstum: Analysten sehen in den Auslandsmärkten den nötigen Skalierungseffekt, um über das aktuelle Konsenswachstum von rund 16 % beim Umsatz hinauszukommen. Gelingt hier eine Beschleunigung, könnte das die Bewertung zusätzlich untermauern.

Damit verlagert sich die Diskussion von der reinen Kursreaktion zurück auf die Frage, ob das Unternehmen seine strategischen Projekte in Umsatz- und Ergebnisdynamik übersetzen kann.

Erholung nach schwierigem Jahr

Die jüngste Aufwärtsbewegung ist für langjährige Aktionäre zunächst vor allem eine Verschnaufpause. 2025 war von einer anhaltenden Schwächephase geprägt, belastet durch eine Sektorrotation weg von wachstumsstarken Tech-Werten und Verunsicherung rund um mehrere Führungswechsel. Im vergangenen Jahr wurden ein neuer CFO, ein neuer COO und ein neuer Chief Revenue Officer bestellt – ein ungewöhnlich dichter Wechsel im Top-Management, der Fragen zur Stabilität des Führungsteams ausgelöst hat.

Technisch betrachtet ist die Lage weiterhin fragil, aber verbessert. Die Aktie liegt derzeit deutlich über ihrem jüngsten 52-Wochen-Tief von 30,80 US-Dollar, bleibt aber weit von ihrem 52-Wochen-Hoch bei 121,84 US-Dollar entfernt. Der Kurs notiert rund 14 % über dem 50-Tage-Durchschnitt von 35,00 US-Dollar, gleichzeitig etwa 18 % unter der 200-Tage-Linie von 49,08 US-Dollar – ein typisches Bild einer Erholungsbewegung in einem übergeordnet schwachen Trend.

Auch der RSI auf 14-Tage-Basis von 50,4 signalisiert derzeit weder eine überkaufte noch eine überverkaufte Situation, sondern eher eine neutrale Ausgangslage nach der jüngsten Gegenbewegung.

Ausblick: Momentum und nächste Katalysatoren

In den kommenden Wochen wird es entscheidend sein, ob The Trade Desk das angezogene Momentum behaupten kann und die positiven Signale aus der Guggenheim-Studie durch operative Fortschritte untermauert. Im Fokus stehen dabei vor allem die Umsetzung der OpenPath-Initiative und die Positionierung im zunehmend umkämpften programmatischen Werbemarkt.

Das auf 50 US-Dollar reduzierte Kursziel von Guggenheim impliziert ausgehend vom aktuellen Niveau weiterhin ein potenzielles Aufwärtspotenzial im mittleren zweistelligen Prozentbereich. Parallel dazu bleibt die Konsensbewertung der Analysten bei „Moderate Buy“. Der nächste größere Katalysator dürfte der Q4-Bericht im weiteren Verlauf des Quartals sein – dort wird sich zeigen, ob die strategischen Projekte, die internationale Expansion und die Dynamik rund um UID2 tatsächlich im Zahlenwerk ankommen.

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