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The Trade Desk Aktie: Agentur-Boykott belastet

Die französische Werbeagentur Publicis rät Kunden von The Trade Desk ab. Grund sind Vorwürfe mangelnder Abrechnungstransparenz, die das Unternehmen bestreitet und auf Datenschutz verweist.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Publicis rät Kunden zur Nutzungspause
  • Vorwürfe versteckter Kosten und mangelnder Transparenz
  • Unternehmen verweist auf Datenschutz als Begründung
  • Aktienkurs verzeichnet deutliche Verluste

Der französische Werbegigant Publicis hat seinen Kunden geraten, die Plattform von The Trade Desk vorerst zu meiden. Auslöser ist ein umstrittenes Audit, das dem Ad-Tech-Unternehmen mangelnde Transparenz bei der Abrechnung vorwirft. Während das Management die Anschuldigungen vehement zurückweist, wächst der Druck auf das Geschäftsmodell spürbar.

Streit um versteckte Kosten

Im Zentrum der Auseinandersetzung steht eine Untersuchung der Prüfgesellschaft FirmDecisions. Demnach soll The Trade Desk gegen bestehende Rahmenverträge verstoßen haben. Die Prüfer bemängeln unter anderem, dass Kunden ohne ausdrückliche Zustimmung für kostenpflichtige Funktionen freigeschaltet wurden. Zudem fehle der Nachweis, dass Medien- und Datenkosten ohne versteckte Aufschläge in Rechnung gestellt wurden. Diese Entwicklung wiegt schwer, da zuvor bereits die Großagenturen Dentsu und WPP ihre Zusammenarbeit bei bestimmten Optimierungsprodukten beendet hatten.

Datenschutz als Verteidigungslinie

Das Unternehmen wehrt sich entschieden gegen die Vorwürfe. Die geforderten Einblicke der Prüfer hätten bestehende Vertraulichkeitsvereinbarungen verletzt und den Datenschutz gefährdet. Publicis reichte diese Erklärung jedoch nicht aus. An der Börse hinterlässt der Konflikt deutliche Spuren. Nach den gestrigen Verlusten gibt das Papier auch heute um 2,32 Prozent auf 21,27 Euro nach. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus damit bereits auf knapp 34 Prozent.

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Insider-Käufe treffen auf Skepsis

Interessanterweise steht der aktuelle Gegenwind im direkten Kontrast zum jüngsten Verhalten des Managements. Erst Anfang März investierte CEO Jeff Green rund 148 Millionen US-Dollar in eigene Aktien. Dieser Vertrauensbeweis muss sich nun gegen die handfesten operativen Risiken behaupten. Werbekunden fordern branchenweit immer lautstärker absolute Klarheit bei der Abrechnung programmatischer Werbung. Konkurrierende Technologiekonzerne nutzen diese Phase bereits, um Agenturen mit strukturierten, langfristigen Verträgen an sich zu binden.

The Trade Desk steht nun vor der konkreten Aufgabe, die strategische Beziehung zu Publicis zu reparieren, ohne die eigenen Richtlinien zur Datensicherheit aufzugeben. Gelingt dies nicht, droht ein weiterer Verlust von Marktanteilen an die aggressiv agierende Konkurrenz.

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