The Trade Desk hat im vierten Quartal 2025 die Umsatzerwartungen übertroffen – doch statt Erleichterung folgte ein Kurseinbruch von über 14 Prozent. Der Grund: Die Prognose für das laufende Quartal enttäuschte die Wall Street deutlich. Während das Unternehmen auf KI und sein neues Ventura-Ökosystem setzt, fragen sich Anleger: Ist das nur eine vorübergehende Delle oder der Beginn einer strukturellen Wachstumsschwäche?
Starke Zahlen, schwache Aussichten
Das vierte Quartal 2025 brachte Umsätze von 847 Millionen Dollar – ein Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr und leicht über den erwarteten 840,6 Millionen. Beim Gewinn je Aktie übertraf The Trade Desk die Schätzungen um 18 Prozent mit 0,59 Dollar. Für das Gesamtjahr 2025 erreichte der Werbespezialist Erlöse von 2,9 Milliarden Dollar, ein Anstieg von 18 Prozent.
Doch dann kam der Dämpfer: Für das erste Quartal 2026 stellte das Management lediglich Umsätze von mindestens 678 Millionen Dollar in Aussicht – deutlich unter den von Analysten erwarteten 688,6 Millionen. Das entspricht einem Wachstum von nur noch 10 Prozent. CEO Jeff Green machte anhaltende Makro-Schwäche für die Zurückhaltung verantwortlich, nicht etwa Marktanteilsverluste.
Autobauer und Konsumgüterhersteller bremsen
Besonders zwei Branchen belasten das Geschäft: Automobilhersteller und Konsumgüterproduzenten. Laut Green stehen beide Segmente unter Druck durch Kosteninflation und zurückhaltende Verbraucher. Zusammen machen sie rund ein Viertel des Geschäftsvolumens aus – genug, um die Gesamtwachstumsrate spürbar zu beeinträchtigen. Hinzu kommt, dass Agenturen bei der OpenPath-Technologie zögerlicher agieren als erhofft.
Ventura und KI als Hoffnungsträger
The Trade Desk kontert die kurzfristigen Schwierigkeiten mit zwei strategischen Initiativen. Das neue Ventura-Ökosystem für Connected TV soll den Marktplatz für programmatische TV-Werbung transparenter und effizienter machen. Erste Partner wie V (ehemals VIDAA) und Nexxen sind bereits an Bord. Parallel dazu nutzen mittlerweile nahezu alle Kunden die KI-Plattform Kokai, die Werbeplatzierungen optimieren soll.
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Mit dem neuen „Deal Desk“ will das Unternehmen zudem die historisch hohe Fehlerquote bei Werbedeals durch KI-gestützte Prognosen reduzieren. Das Management argumentiert, dass die fehlende eigene Inventarverwaltung gerade im KI-Zeitalter zum Vorteil wird – weil Objektivität bei automatisierten Entscheidungen entscheidend sei.
Aktienrückkäufe fortgesetzt
2025 kaufte The Trade Desk Aktien im Wert von 2,27 Milliarden Dollar zurück und genehmigte ein weiteres Programm über 350 Millionen Dollar. Gleichzeitig kündigte das Management an, das Mitarbeiterwachstum unter dem Umsatzwachstum zu halten. Auch Investitionen sollen sich künftig stärker auf umsatzwirksame Bereiche und KI-Innovationen konzentrieren.
Vertrauen auf Aufhellung
Die Aktie steht aktuell bei 19,77 Euro und damit auf dem tiefsten Stand seit einem Jahr. Das Management zeigt sich dennoch zuversichtlich, dass die Wachstumsraten im Jahresverlauf wieder anziehen werden – sobald die organisatorischen Verbesserungen und KI-Produkte ihre volle Wirkung entfalten. Die entscheidende Frage bleibt: Können Ventura und Kokai die Wende bringen, bevor Amazon, Google und andere Wettbewerber im Programmatic-Advertising-Markt noch mehr Terrain gewinnen?
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