Die Tesla-Aktie steckt in einem Spannungsfeld zwischen der Hoffnung der Kleinanleger und der Skepsis der Profis. Während Privatanleger weiter massiv zugreifen, ziehen große institutionelle Adressen Kapital ab. Die Gründe für die Vorsicht sind fundamentaler Natur: Ein anhaltender Absatzeinbruch im wichtigen europäischen Markt und wachsende regulatorische Hürden bei der Robotaxi-Flotte belasten die Zukunftsaussichten.
Institutionelle Anleger ziehen die Reißleine
Eine deutliche Diskrepanz bestimmt derzeit den Handel mit den Papieren des E-Auto-Pioniers. Während Privatanleger laut JPMorgan-Daten in nur einer Woche Aktien im Wert von 326 Millionen US-Dollar kauften, reduzieren Großinvestoren ihr Engagement drastisch. Namhafte Adressen wie UBS Asset Management und Nomura Holdings haben ihre Positionen im letzten Quartal um 74 beziehungsweise über 80 Prozent gekürzt. Auch Goldman Sachs und Morgan Stanley fuhren ihre Bestände zurück.
Dieser Rückzug der Profis korrespondiert mit enttäuschenden fundamentalen Daten aus Europa.
Absatzeinbruch in Europa setzt sich fort
Die neuesten Zahlen der European Automobile Manufacturers Association (ACEA) bestätigen den Negativtrend: Im Januar 2026 sanken die Neuzulassungen von Tesla in Europa um 17 Prozent im Jahresvergleich. Es ist der 13. Monat mit rückläufigen Verkaufszahlen in Folge. Der Marktanteil in der Region schrumpfte auf lediglich 0,8 Prozent.
Verantwortlich für diese Entwicklung ist vor allem der verschärfte Wettbewerb. Der chinesische Rivale BYD konnte seine Zulassungen im gleichen Zeitraum um 165 Prozent steigern und seinen Marktanteil mehr als verdoppeln. Marktbeobachter sehen die Gründe in einem alternden Produktportfolio bei Tesla sowie dem wachsenden Angebot an günstigen chinesischen Alternativen und gebrauchten Teslas.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Tesla?
Regulatorischer Druck und Lichtblicke
Neben der Absatzschwäche beschäftigen das Unternehmen rechtliche Auseinandersetzungen. Tesla klagt gegen die kalifornische Verkehrsbehörde DMV wegen eines Streits um die Vermarktung der „Autopilot“-Funktion, um eine Beeinträchtigung der Händlerlizenzen zu verhindern. Gleichzeitig gerät das Robotaxi-Projekt in den Fokus der Aufsichtsbehörden, nachdem die Zahl der gemeldeten Unfälle der Flotte seit dem Start im Juni 2025 auf 14 gestiegen ist.
Positive Nachrichten gibt es indes aus der Lieferkette: Ein neuer Deal mit LG Energy Solution sichert ab der zweiten Jahreshälfte 2027 die Versorgung mit LFP-Batterien aus Michigan. Dies stärkt die Unabhängigkeit bei Energiespeichersystemen und reduziert die Abhängigkeit von chinesischen Importen.
Zahlen müssen Investitionen rechtfertigen
Der Aktienkurs spiegelt die gemischte Gemengelage wider und notiert aktuell bei 352,55 Euro. Der nächste entscheidende Termin für Anleger ist der Quartalsbericht, der für den 21. April erwartet wird. Angesichts geplanter Investitionen von über 20 Milliarden Dollar in diesem Jahr muss Tesla beweisen, dass diese massiven Ausgaben trotz der aktuellen Absatzschwäche in Europa mittelfristig Früchte tragen werden.
Tesla-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Tesla-Analyse vom 25. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Tesla-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Tesla-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Tesla: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
