Tesla steht an einem kritischen Wendepunkt. Während der Nettogewinn im Jahr 2025 fast halbiert wurde und mit dem Cybercab-Manager eine Schlüsselfigur das Unternehmen verlässt, setzt der Konzern alles auf eine Karte. Die Produktion der Traditionsmodelle S und X soll zugunsten humanoider Roboter weichen – ein riskantes Manöver inmitten schwächelnder Absatzzahlen.
Offensive gegen den Nachfrageschwund
Um die Verkäufe im hart umkämpften chinesischen Markt wiederzubeleben, greift der Autobauer tief in die Trickkiste. Nach einem Absatzrückgang von über sieben Prozent im Jahr 2025 startete Tesla am 26. Februar eine aggressive Rabattoffensive. Kunden locken nun zinslose Kredite mit Laufzeiten von bis zu fünf Jahren für die Volumenmodelle Model 3 und Model Y.
Dieser Schritt ist eine direkte Reaktion auf den Verlust der Marktführerschaft an lokale Konkurrenten zu Beginn des Jahres 2026. Die Einstiegshürden werden massiv gesenkt: Für das Model 3 sind beispielsweise Anzahlungen von knapp 80.000 Yuan (ca. 10.300 Euro) ausreichend, um monatliche Raten ab etwa 1.760 Yuan zu sichern.
Alles auf KI und Robotik
Parallel zu den Verkaufsförderungen baut Tesla seine globale Fertigung grundlegend um. Die Produktion der Flaggschiffe Model S und Model X im kalifornischen Werk soll im kommenden Quartal eingestellt werden. Die freiwerdenden Kapazitäten plant das Unternehmen für die Montage der humanoiden „Optimus“-Roboter zu nutzen, mit einem ambitionierten Ziel von einer Million Einheiten jährlich.
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Der strategische Schwenk weg vom reinen Automobilgeschäft wird durch Personalien untermauert: Der Abgang von Victor Nechita, dem Programm-Manager für das Cybercab, wirft jedoch Fragen zur Stabilität der Pläne für das autonome Fahren auf. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass Tesla sein langfristiges Ziel von 20 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen pro Jahr bis 2030 offiziell aufgegeben hat.
Die finanzielle Bilanz unterstreicht die Notwendigkeit dieser Neuausrichtung. Das Jahr 2025 schloss mit einem Umsatzrückgang von drei Prozent auf 94,8 Milliarden US-Dollar ab, während der Nettogewinn sogar um 46 Prozent auf rund 3,8 Milliarden US-Dollar einbrach. Auch der Aktienkurs spiegelt die Unsicherheit wider und verzeichnet seit Jahresanfang ein Minus von rund 9 Prozent.
Mit der Einstellung der Produktion für Model S und X vollzieht Tesla endgültig den Wandel vom reinen Autobauer zum KI-Konzern. Der Erfolg dieser Strategie hängt nun maßgeblich davon ab, ob die Roboter-Sparte die wegfallenden Umsätze der Premium-Fahrzeugklasse mittelfristig kompensieren kann.
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