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Tesla Aktie: SpaceX wird zur Gefahr

Der geplante Mega-Börsgang von SpaceX könnte Investoren von Tesla abziehen. Gleichzeitig kämpft der E-Auto-Hersteller mit schwachen Auslieferungen und hoher Bewertung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • SpaceX-IPO könnte Milliarden von Tesla ablenken
  • Tesla verfehlt Auslieferungsziele im ersten Quartal
  • Aktie verliert bereits 22 Prozent im Jahr 2026
  • Robotaxi-Produktion startet schleppend

Elon Musk könnte für Tesla-Aktionäre bald zum eigenen Konkurrenten werden. Während der E-Auto-Bauer mit enttäuschenden Auslieferungszahlen und kritischen Analystenstimmen kämpft, rückt ein gigantischer Börsengang von SpaceX in den Fokus. Die geplante Milliardenemission droht, massiv Kapital aus dem Elektroautobauer abzuziehen.

Der Kampf um Investorengelder

Ein möglicher Börsengang des Raumfahrtunternehmens SpaceX im Juni 2026 wirft seine Schatten voraus. Mit einer anvisierten Bewertung von über 1,75 Billionen US-Dollar und einem Kapitalbedarf von bis zu 75 Milliarden US-Dollar könnte das Listing eines der größten der Geschichte werden. Für Tesla birgt dies ein konkretes Risiko: Marktbeobachter befürchten eine Umschichtung von Investorengeldern.

CNBC-Moderator Jim Cramer brachte diese Rotationsthese bereits ins Spiel. Anleger könnten ihre Tesla-Positionen reduzieren, um bei dem privaten Raumfahrtgiganten einzusteigen. Diese Sorge trifft auf eine ohnehin angespannte fundamentale Lage. Die Investmentbank JPMorgan senkte kürzlich ihre Prognosen und wies auf eine deutliche Diskrepanz hin. Während die operativen Erwartungen an Tesla bis zum Ende des Jahrzehnts gesunken seien, weise die Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 320 weiterhin eine enorme Bewertung auf. Seit Jahresbeginn 2026 hat das Papier bereits 22 Prozent an Wert verloren.

Schwache Zahlen und autonome Hürden

Erschwert wird die Situation durch das schwache operative Tagesgeschäft. Im ersten Quartal lieferte Tesla lediglich 358.023 Fahrzeuge aus und verfehlte damit die Schätzungen von rund 366.000 bis 370.000 Einheiten. Zwar entspricht dies einem leichten Wachstum gegenüber dem Vorjahr, im Vergleich zum starken Vorquartal ist der Rückgang jedoch signifikant. Analysten von William Blair sehen darin ein Zeichen, dass Tesla sein klassisches Autogeschäft zugunsten einer autonomen Zukunft vernachlässigt, während die weltweite Nachfrage nach E-Autos schwächelt.

Der strategische Schwenk hin zum Robotaxi nimmt derweil langsam Form an. Im Februar lief das erste „Cybercab“ in der Gigafactory in Texas vom Band. Elon Musk warnte jedoch bereits, dass der Produktionshochlauf im April äußerst schleppend verlaufen werde, da neue Technologien integriert und Fehler behoben werden müssen. Gleichzeitig drohen Verzögerungen durch die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA. Fahrzeuge ohne Lenkrad und Pedale erfordern spezielle Ausnahmegenehmigungen, deren rechtlicher Status in vielen Zuständigkeitsbereichen noch ungeklärt ist.

Konkrete Antworten zur finanziellen Belastung durch diese Übergangsphase wird der 22. April liefern, wenn Tesla seine Quartalszahlen vorlegt. Im Fokus werden dann vor allem die Bruttomargen der Autosparte und mögliche Lieferkettenprobleme stehen. JPMorgan hat die Gewinnerwartung pro Aktie für das Jahr 2026 bereits im Vorfeld von 2,00 auf 1,80 US-Dollar gesenkt.

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Diskussion zu Tesla

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.