Tesla erholt sich am Mittwoch spürbar vom jüngsten Kursrückgang — und das trotz einer wachsenden Liste an Belastungsfaktoren. Regulatorische Eskalationen, sinkende Lieferprognosen und ein schwieriges Wettbewerbsumfeld zeichnen ein gemischtes Bild kurz vor dem Quartalsabschluss.
UBS kürzt Lieferprognose deutlich
Der wichtigste kurzfristige Treiber für die Aktie sind die Q1-Lieferzahlen, die am 2. April erwartet werden. UBS-Analyst Joseph Spak prognostiziert rund 345.000 ausgelieferte Fahrzeuge — etwa 7 % unter dem Marktkonsens von 371.000 Einheiten. Als Hauptgründe nennt die Bank schwächelnde Nachfrage in den USA und China. Die Daten für Januar und Februar bestätigen den Trend: Rund 78.600 Auslieferungen bedeuteten ein Minus von 6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
UBS hält an seiner Verkaufsempfehlung fest und setzt das Kursziel bei 352 US-Dollar — also unterhalb des aktuellen Kursniveaus. Spak verwies zudem auf wachsende Skepsis unter Investoren, ob Tesla bei autonomen Fahrzeugen langfristig eine Sonderstellung behaupten kann. Konkurrenz durch Waymo und neue Ankündigungen von Nvidia setzen das Robotaxi-Narrativ zunehmend unter Druck.
Regulatorische Eskalation bei FSD
Parallel dazu hat die US-Verkehrsbehörde NHTSA eine formelle Ingenieuranalyse zu Teslas Full Self-Driving-System eingeleitet. Anlass sind Berichte über Systemversagen bei eingeschränkter Sicht — etwa bei Nebel oder starker Sonneneinstrahlung. Die Untersuchung betrifft rund 3,2 Millionen Fahrzeuge der Modelle S, X, 3, Y und Cybertruck.
Laut NHTSA hat das System in mehreren überprüften Unfällen häufige Straßenbedingungen nicht erkannt und Fahrer nicht rechtzeitig gewarnt. Neun Vorfälle stehen im Zusammenhang mit der Untersuchung, darunter ein tödlicher Unfall und zwei Unfälle mit Verletzten. Es ist bereits die dritte gleichzeitig laufende Bundesuntersuchung zu FSD — zwei weitere betreffen Verkehrsverstöße und Teslas Unfallmeldepraktiken.
Marke und Marktanteile unter Druck
Neben Regulierung und Lieferzahlen belastet Tesla auch ein verschlechtertes Markenimage. Ein aktueller EV Intelligence Report zeigt sinkende Markenpositivity und Vertrauen im Vergleich zu Toyota und Honda. 14 % der negativen Nennungen zu FSD stehen dabei im direkten Zusammenhang mit CEO Elon Musk.
Die Jahreszahlen für 2025 unterstreichen den Gegenwind: 1,64 Millionen ausgelieferte Fahrzeuge bedeuteten ein Minus von 8,6 % gegenüber dem Vorjahr. BYD überholte Tesla erstmals beim globalen Absatzvolumen.
Lichtblicke vor den Quartalszahlen
Nicht alles zeigt nach unten. Die Bruttomarge verbesserte sich in Q4 2025 auf 20,1 %, nach 16,3 % im Vorjahreszeitraum. Das Energiespeicher-Segment entwickelt sich stark: UBS erwartet für Q1 einen Megapack-Einsatz von 15,1 Gigawattstunden — ein Plus von 45 % gegenüber dem Vorjahr, getrieben von steigender Nachfrage aus Netzausbau und KI-Rechenzentren.
Am 28. April folgen dann die vollständigen Quartalsergebnisse, bei denen die Margenentwicklung im Mittelpunkt stehen wird. Der Wall-Street-Konsens lautet derzeit auf „Halten“ — 13 Kaufempfehlungen stehen elf neutralen Einschätzungen und sieben Verkaufsempfehlungen gegenüber.
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