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Tesla Aktie: Europa wartet, Amerika prüft

Tesla steht vor entscheidenden Wochen mit schwachen Quartalszahlen, einer drohenden US-Untersuchung und der möglichen FSD-Freigabe in Europa. Analysten sind skeptisch.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • FSD-Zulassung in Europa für April erwartet
  • US-Behörde untersucht FSD nach Unfällen
  • UBS senkt Auslieferungsprognose für Q1 2026
  • Entscheidende Quartalszahlen und Margen im Fokus

Teslas Fahrassistenzsystem FSD steht gleichzeitig vor zwei gegensätzlichen Entwicklungen: In Europa rückt die erste Zulassung näher, in den USA verschärfen die Behörden ihre Untersuchungen. Für Anleger ergibt sich daraus ein unübersichtliches Bild — zumal die Absatzzahlen für das erste Quartal ebenfalls unter Druck geraten sind.

Europäische Zulassung: Fortschritt mit Fragezeichen

Teslas europäische Niederlassung hat die abschließende Testphase für FSD (Supervised) mit der niederländischen Zulassungsbehörde RDW offiziell abgeschlossen und alle erforderlichen Unterlagen eingereicht. Das klingt nach einem Meilenstein — allerdings verschob sich der erwartete Zulassungstermin erneut, diesmal von Ende März auf den 10. April. Es ist nicht das erste Mal, dass Tesla eine selbst gesteckte Frist in Europa verfehlt.

Die Zulassung hätte erhebliche kommerzielle Bedeutung. Unter den EU-Regeln zur gegenseitigen Anerkennung könnten andere Mitgliedstaaten die niederländische Genehmigung national übernehmen. Eine EU-weite Freigabe erwartet Tesla für den Sommer. Hintergrund: Teslas Neuzulassungen in Europa brachen 2025 um 27,8 Prozent ein, und der Rückgang setzt sich 2026 fort.

Schwache Lieferzahlen, skeptische Analysten

Parallel dazu senkte UBS-Analyst Joseph Spak seine Schätzung für die Auslieferungen im ersten Quartal 2026 auf 345.000 Fahrzeuge — das wäre ein Rückgang von 18 Prozent gegenüber dem Vorquartal und läge sieben Prozent unter dem Marktkonsens. UBS begründet die Erwartung mit nachlassender Nachfrage in den USA und China sowie einem insgesamt schwächeren Markt für Elektrofahrzeuge. Das Investmenthaus hält an seinem Verkaufsurteil mit einem Kursziel von 352 US-Dollar fest.

Schwächere Auslieferungen treffen Tesla an einer empfindlichen Stelle: Das Autogeschäft ist die zentrale Quelle des operativen Cashflows, der wiederum das ambitionierte Investitionsprogramm von 20 Milliarden US-Dollar für 2026 finanziert — von Robotaxis über den humanoiden Roboter Optimus bis zum Dojo-Supercomputer.

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NHTSA-Untersuchung als Belastungsfaktor

In den USA läuft unterdessen eine verschärfte Untersuchung der Verkehrsbehörde NHTSA zu FSD, die rund 3,2 Millionen Fahrzeuge umfasst. Auslöser waren neun Unfälle, bei denen das System Sichtbeeinträchtigungen durch Sonnenblendung, Nebel oder Staub nicht ausreichend erkannt haben soll. Analysten von GLJ Research warnten, die Untersuchung sei der letzte Schritt vor einem möglichen Pflicht-Rückruf — ein Szenario, das die Bewertungsprämie rund um Teslas Autonomie-Ambitionen infrage stellen würde.

Unter den 34 Analysten, die Tesla abdecken, sprechen sich zehn für einen Verkauf aus — eine für einen Large-Cap ungewöhnlich hohe Zahl. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 383 US-Dollar, was dem aktuellen Kursniveau nahezu entspricht.

Entscheidende Wochen stehen bevor

Die nächsten Wochen dürften für die Tesla-Aktie richtungsweisend sein. Am 2. April veröffentlicht das Unternehmen die Auslieferungszahlen für das erste Quartal — ein erster harter Datenpunkt, der zeigt, wie tief der Nachfragerückgang tatsächlich ausfällt. Am 28. April folgen die Quartalsergebnisse, bei denen die Margenentwicklung im Mittelpunkt stehen wird. Und am 10. April entscheidet die RDW, ob Tesla in Europa endlich seinen ersten FSD-Meilenstein setzen kann.

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Dr. Robert Sasse

Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom und Unternehmer mit umfassender Expertise in Finanzmärkten und Wirtschaftstheorie. Seine akademische Ausbildung verbindet er mit praktischer Unternehmenserfahrung, um fundierte Analysen zu langfristigen Anlagestrategien zu liefern.

Als Verfechter einer marktwirtschaftlichen Ordnung fokussiert sich Dr. Sasse auf die Vermittlung von Strategien für nachhaltigen Vermögensaufbau durch Aktieninvestments. Seine wissenschaftlich fundierten Beiträge auf stock-world.de richten sich an Anleger, die eigenverantwortliche, informierte Entscheidungen für ihre finanzielle Zukunft treffen möchten.

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