Tesla hat im Oktober deutlich weniger Fahrzeuge aus chinesischer Produktion verkauft als im Vormonat. Wie Reuters gestern berichtete, sank der Absatz um 28,9% auf 67.829 Fahrzeuge. Die Aktie verliert heute vorbörslich 5,1%, ohne dass Reuters die heutige Kursbewegung direkt auf die Absatzzahlen zurückführt.
Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die Verkäufe allerdings um 10,3%. Die Zahlen des chinesischen Branchenverbands CPCA umfassen sowohl Verkäufe im Inland als auch Exporte der in China produzierten Modelle Model 3 und Model Y. Reuters bezeichnete den Rückgang gegenüber September als mögliches Nachfragerisiko.
Niedrigere Investitionsplanung belastet Erwartungen
Bereits am 22. Oktober berichtete Reuters, Tesla habe seine Investitionsprognose für 2026 von mehr als 25 Milliarden $ auf etwa 20 Milliarden $ gesenkt. Der Nachrichtenagentur zufolge weckte die Kürzung bei Anlegern Sorgen über die Finanzierung der Wachstumspläne für künstliche Intelligenz und Robotik.
Auch die Geschäftszahlen zeigten einen Gewinnrückgang: Nach Angaben von AP sank der Nettogewinn im dritten Quartal 2026 um 44%. Tesla meldete einen Nettogewinn von 787 Millionen $.
Beim Umsatz meldete Reuters für dasselbe Quartal 28,05 Milliarden $ nach 28,10 Milliarden $ im Vorjahreszeitraum. Die Fahrzeugauslieferungen gingen laut Reuters gegenüber dem Vorjahr um etwa 2% zurück.
Barclays setzt auf strategische Chancen
Barclays stufte Tesla am 26. Oktober von „Equal Weight“ auf „Overweight“ hoch und erhöhte das Kursziel von 370 $ auf 450 $. Medienberichten zufolge verwies das Analysehaus auf eine mögliche Fusion mit SpaceX, den Ausblick für das Kerngeschäft und Fortschritte beim Robotaxi.
Tesla hatte am 21. Oktober in einer Pflichtmitteilung erklärt, der Verwaltungsrat habe einen Sonderausschuss eingesetzt. Dieser soll eine Vertiefung der Beziehung zu SpaceX prüfen, möglicherweise durch einen Unternehmenszusammenschluss. Eine Zusicherung, dass eine Transaktion zustande kommt, gab Tesla nicht.
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