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Tesla Aktie: Chancen witterbar!

Tesla verzeichnet starkes Absatzwachstum in China und erhält Genehmigung für SpaceX-Beteiligung, während die Erholung in Europa fragil bleibt. Analysten bewerten die vielfältigen Entwicklungen unterschiedlich.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Absatz in China erreicht höchsten Stand seit zwei Jahren
  • US-Kartellbehörde genehmigt Beteiligung an SpaceX
  • Erstes europäisches Registrierungsplus seit über einem Jahr
  • Zulassung von FSD in Europa für Mitte 2026 angestrebt

China-Absatz auf dem höchsten Stand seit fast zwei Jahren, eine frisch genehmigte SpaceX-Beteiligung, eine fragile Erholung in Europa und ein laufendes Zulassungsverfahren für das autonome Fahrsystem FSD — Tesla bewegt sich gerade auf mehreren Schauplätzen gleichzeitig. Welche dieser Entwicklungen wirklich zählt, ist unter Analysten umstritten.

China: Starke Zahlen mit Einschränkungen

Der deutlichste positive Impuls kommt aus dem wichtigsten Wachstumsmarkt. In den ersten beiden Monaten 2026 stiegen die Verkäufe chinesischer Tesla-Fahrzeuge gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als 35 Prozent. Allein im Februar kletterten die Einzelhandelsumsätze um 42,68 Prozent im Jahresvergleich — und mehr als verdoppelten sich gegenüber Januar. Teslas Marktanteil im reinen Elektrosegment erreichte 13,74 Prozent, der höchste Wert seit April 2024.

Haupttreiber war das Model Y, das im Februar rund 41.400 der insgesamt 58.600 in Shanghai ausgelieferten Fahrzeuge ausmachte. Der Wettbewerb bleibt allerdings intensiv: In China war im Februar Geelys Xingyuan das meistverkaufte Modell — vor Tesla und BYD. Im Januar hatte Xiaomis YU7 das Model Y vom Spitzenplatz verdrängt.

SpaceX-Beteiligung und Europa-Comeback

Auf Unternehmensebene erhielt Tesla grünes Licht von der US-Kartellbehörde FTC, seine frühere zwei Milliarden Dollar schwere Investition in Elon Musks KI-Unternehmen xAI in eine Beteiligung an SpaceX umzuwandeln. Hintergrund ist die jüngste Fusion beider Unternehmen. Die genaue Höhe des SpaceX-Anteils wurde nicht offengelegt. Für Tesla-Aktionäre bedeutet der Schritt indirekten Zugang zu einem Unternehmen, das einem Börsengang mit einer kolportierten Bewertung von 1,5 Billionen Dollar entgegensteuert. Einige Investoren haben allerdings Bedenken geäußert, ob Teslas Kapital hier im Interesse der Aktionäre eingesetzt wird.

In Europa meldete Tesla im Februar erstmals seit mehr als einem Jahr wieder ein Registrierungsplus: 17.425 Fahrzeuge in 15 Märkten, ein Anstieg von zehn Prozent gegenüber Februar 2025. Der Vergleich ist jedoch mit Vorsicht zu genießen — das Vorjahresmonat war durch Lieferengpässe beim Model-Y-Facelift ungewöhnlich schwach. BYD eröffnete das Jahr in Europa mit 18.242 Neuzulassungen allein im Januar, ein Plus von 165 Prozent.

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FSD und der Blick auf Q1

Beim autonomen Fahrsystem FSD hat Tesla fristgerecht Daten bei der US-Behörde NHTSA eingereicht und peilt die Zulassung des überwachten FSD-Betriebs in Europa bis Mitte 2026 an. Die Nutzerzahl lag Ende 2025 bei 1,1 Millionen — ein Zuwachs von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Analystenmeinungen spiegeln die Unsicherheit wider: Das durchschnittliche Kursziel von 41 Analysten liegt laut MarketBeat bei rund 407 Dollar, die Spanne reicht von 25 bis 600 Dollar. Die Konsensempfehlung lautet „Halten“. Zum Vergleich: Das Energiegeschäft wuchs 2025 um 27 Prozent auf 12,8 Milliarden Dollar — ein Segment, das Investoren zunehmend als eigenständigen Bewertungsanker betrachten.

Die Q1-Lieferzahlen werden Anfang April erwartet. Angesichts eines Rückgangs der Fahrzeugauslieferungen um 16 Prozent im vierten Quartal 2025 und einem Jahresumsatzminus von drei Prozent werden diese Zahlen zeigen, ob die jüngsten positiven Signale aus China und Europa tatsächlich Bestand haben.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.

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