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Tesla Aktie: Blick auf Zahlen

Tesla verzeichnet sinkende Fahrzeugauslieferungen und stellt die Fahrassistenz-Software auf ein reines Abo-Modell um. Der Markt blickt gespannt auf die Quartalszahlen und die Pläne für Robotaxis.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Auslieferungen im vierten Quartal deutlich gesunken
  • Fahrassistenz-Software wird nur noch per Abo angeboten
  • Erste Robotaxi-Testfahrten ohne Sicherheitsfahrer gestartet
  • Energiespeichergeschäft meldet Rekordabsatz

Tesla steht vor einem wichtigen Termin: In wenigen Tagen legt der E-Autobauer seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Nach rückläufigen Auslieferungen und einem spürbaren Strategiewechsel bei der Software fragt sich der Markt, wie stabil die Gewinnbasis noch ist. Zugleich hängen große Hoffnungen an Robotaxis und wiederkehrenden Software-Umsätzen – zwei Themen, die Tesla jetzt mit konkreten Schritten untermauern muss.

Belastung durch schwächere Auslieferungen

Der Ton für die anstehenden Zahlen ist eher verhalten. Auslöser sind vor allem die aktuellen Auslieferungsdaten.

Im vierten Quartal 2025 lieferte Tesla 418.227 Fahrzeuge aus – rund 16 % weniger als im Vorjahresquartal. Auf Jahressicht summierten sich die Auslieferungen auf 1,636 Millionen Fahrzeuge, ein Rückgang von 8,6 % gegenüber 2024. Diese Entwicklung lag unter den Erwartungen vieler Analysten und nährt Zweifel an der Nachfrageentwicklung.

Diskutiert werden vor allem drei Punkte:

  • Nachfrage und Wettbewerb: Rückgänge bei den Auslieferungen deuten auf zunehmenden Wettbewerbsdruck im E-Auto-Markt hin.
  • Regulatorische Effekte: Auslaufende Steuervergünstigungen für E-Fahrzeuge belasten die Attraktivität in einigen Märkten.
  • Ertragslage: Weniger ausgelieferte Fahrzeuge und mögliche Preisanpassungen können die Margen im Kerngeschäft drücken.

Der Aktienkurs spiegelt diese Unsicherheit: In den vergangenen sieben Tagen ging es um gut 10 % nach unten, im laufenden Monat um rund 19 %. Auf Sicht von zwölf Monaten liegt der Titel dagegen nahezu unverändert, bleibt aber rund 19 % unter dem 52‑Wochen-Hoch.

Fokus auf Software und Abomodelle

Parallel zu den schwächeren Auslieferungen versucht Tesla, die Erlösstruktur zu verändern. Im Mittelpunkt steht die Fahrassistenz-Software „Full Self-Driving“ (FSD).

Ab Mitte Februar streicht das Unternehmen die bisherige Kaufoption für FSD, die zuletzt bei 8.000 US‑Dollar lag. Stattdessen wird FSD ausschließlich im Abo für 99 US‑Dollar pro Monat angeboten. Ziel ist ein stetiger, planbarer Einnahmestrom aus der Bestandskundschaft.

Zugleich stellt Tesla in Aussicht, dass der monatliche Preis mit zunehmendem Funktionsumfang steigen soll. Damit verknüpft das Management den technologischen Fortschritt direkt mit der Monetarisierung der Software. Für die Finanzzahlen bedeutet das:

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  • Mehr wiederkehrende Umsätze statt einmaliger Kaufbeträge
  • Langfristig höhere Erlöse pro Fahrzeug, falls die Durchdringung steigt
  • Kurzfristige Unsicherheit, wie schnell Kunden vom Kauf- auf das Abo-Modell umschwenken

Die anstehende Telefonkonferenz dürfte erste Hinweise liefern, wie stark FSD bisher genutzt wird und welche Effekte Tesla sich von der Umstellung erhofft.

Robotaxi-Pläne im Fokus

Ein weiterer Schlüssel für Teslas Bewertung sind die langfristigen Robotaxi-Pläne. Hier gab es zuletzt Bewegung – wenn auch noch im Testmodus.

In Austin haben erste Robotaxi-Testfahrten begonnen, nach Berichten ohne Sicherheitsfahrer im Fahrzeug. Gleichzeitig soll das System von Mitarbeitern in einem hinterherfahrenden Auto überwacht werden. Damit tastet sich Tesla an einen höheren Automatisierungsgrad heran, ohne auf eine zusätzliche Kontrollinstanz zu verzichten.

Für Investoren sind dabei vor allem drei Punkte entscheidend:

  • Technischer Fortschritt: Tests ohne Sicherheitsfahrer im Auto deuten auf wachsende Reife der Systeme hin.
  • Regulatorischer Pfad: Eine breite Einführung hängt stark von Genehmigungen und lokalen Vorschriften ab.
  • Geschäftsmodell: Ein voll autonomes Ride-Sharing-Netzwerk gilt als potenziell margenstark und wird als zentrale Säule der langfristigen Bewertung gesehen.

Die Frage, wie konkret und zeitnah Tesla hier Umsätze generieren kann, wird auf der kommenden Earnings-Call eine wichtige Rolle spielen.

Energiegeschäft als Lichtblick und Ausblick auf den 28. Januar

Neben Auto und Software meldet Tesla Fortschritte im Energiebereich. Die Energiesparte setzte im vierten Quartal 14,2 GWh an Speicherlösungen ab – ein neuer Rekordwert. Dieses Geschäftsfeld entwickelt sich damit zu einem zunehmend relevanten Baustein im Konzernmix und könnte helfen, Schwankungen im Autogeschäft teilweise zu kompensieren.

Für das vierte Quartal erwarten Analysten im Schnitt einen Gewinn je Aktie von rund 0,44 US‑Dollar bei etwa 25 Milliarden US‑Dollar Umsatz. Entscheidend wird aber weniger der Blick zurück als der Ausblick nach vorn.

Am 28. Januar nach Börsenschluss wird das Management voraussichtlich drei Themen adressieren müssen: die Margenentwicklung im Kerngeschäft nach den Auslieferungsrückgängen, den Produktionshochlauf neuer Modelle und die Finanzplanung für 2026. Aus diesen Punkten wird sich ableiten lassen, ob die jüngste Kursschwäche vor allem eine Korrektur nach starkem Anstieg ist oder den Beginn einer längeren Phase der Neubewertung markiert.

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