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Tesla Aktie: Autopilot wird kostenpflichtig

Tesla stellt seine Autopilot-Funktion für Neukunden auf ein Abo-Modell um und startet gleichzeitig erste vollautonome Robotaxi-Fahrten. Die Strategie zielt auf wiederkehrende Software-Einnahmen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Autopilot-Funktion nur noch im kostenpflichtigen Abo
  • Start erster unbeaufsichtigter Robotaxi-Fahrten in Austin
  • Strategiewechsel nach rückläufigen Fahrzeugauslieferungen
  • Investoren erwarten Quartalszahlen und weitere Zulassungen

Tesla schaltet um auf Abo-Zwang. Seit Samstag erhalten Neukunden von Model 3 und Model Y in Nordamerika die Spurhaltefunktion „Autosteer“ nicht mehr kostenlos. Wer sie nutzen will, muss künftig 99 Dollar pro Monat für das Full Self-Driving-Abo zahlen. Parallel dazu gibt CEO Elon Musk bekannt: In Austin fahren bereits die ersten Robotaxis ohne menschlichen Fahrer. Zufall?

Der radikale Strategieschwenk

Was Tesla als „Standard Autopilot“ über Jahre mitlieferte, ist Geschichte. Die Spurzentrierung verschwindet hinter einer Paywall. Lediglich die adaptive Geschwindigkeitsregelung bleibt kostenfrei. Hinzu kommt: Ab 14. Februar 2026 entfällt auch die Einmalzahlung von 8.000 Dollar für FSD. Danach gibt es die Software ausschließlich im Abo-Modell.

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Die Auslieferungen sanken 2025 um 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. BYD überholte Tesla als weltgrößter E-Auto-Hersteller. Während die Hardware-Margen unter Druck geraten, versucht das Unternehmen nun, über wiederkehrende Software-Einnahmen gegenzusteuern.

Gleichzeitig mehren sich die Signale für Fortschritte beim autonomen Fahren. Morgan Stanley-Analyst Andrew Percoco bestätigte heute den Start unbeaufsichtigter Robotaxi-Fahrten in Austin. Die Bank rechnet damit, dass bis Ende 2026 rund 1.000 vollautonome Fahrzeuge im Einsatz sein könnten – schneller als viele Investoren erwartet hatten.

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Reaktionen gespalten

An der Börse hielt sich die Tesla-Aktie zuletzt stabil. Am Freitag schloss sie bei 449,36 Dollar, die Marktkapitalisierung liegt bei etwa 1,49 Billionen Dollar. Analysten bewerten die Abo-Strategie als Hebel für langfristige Cashflows. Barclays hob das Kursziel auf 360 Dollar an – allerdings deutlich unter dem aktuellen Kurs.

Kunden zeigen sich frustriert. In sozialen Netzwerken wird kritisiert, dass eine zuvor standardmäßige Sicherheitsfunktion nun kostenpflichtig wird. Tesla setzt darauf, dass der technologische Vorsprung stark genug ist, um den Preisaufschlag zu rechtfertigen.

Entscheidende Woche steht bevor

Am Mittwoch, 28. Januar 2026, legt Tesla die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Investoren werden genau auf die Sparte „Services and Other“ schauen – dort müssten sich erste Effekte der neuen Abo-Strategie zeigen. Noch wichtiger: Musks Aussagen zur Robotaxi-Zulassung in weiteren Märkten dürften die Kursentwicklung der kommenden Monate prägen. Der Nachweis, dass unbeaufsichtigtes Fahren funktioniert, ist nun erbracht. Jetzt muss Tesla liefern.

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