Terawulf sorgt vorbörslich für Aufsehen. Das Papier klettert deutlich nach oben und setzt damit eine dynamische Erholung fort. Dahinter steckt mehr als nur eine bloße Kursschwankung im Sektor der digitalen Infrastruktur.
Weg vom Mining, hin zur KI
Das Unternehmen wandelt sich derzeit massiv. Weg vom reinen Bitcoin-Mining, hin zum Dienstleister für Künstliche Intelligenz. Herzstück dieser Strategie ist ein Vertrag mit dem KI-Spezialisten Anthropic. Das Volumen liegt bei rund 19 Milliarden US-Dollar über eine Laufzeit von 20 Jahren. Terawulf nutzt dafür seine bestehende Rechenpower für Hochleistungsanwendungen.
Parallel dazu befeuerte ein branchenweiter Short Squeeze die Kurse. Viele Leerverkäufer mussten ihre Positionen bei Infrastruktur-Aktien glattstellen. Das beschleunigte den Anstieg. Aktuell notiert das Papier vorbörslich bei 16,50 Euro — ein Plus von rund sieben Prozent gegenüber dem Vortag.
Wettbewerbsvorteil Energie
Terawulf nutzt vor allem seinen Standort Lake Mariner im Bundesstaat New York. Der Zugang zu günstiger und klimaneutraler Energie erweist sich als Trumpfkarte. Große Tech-Konzerne suchen händeringend nach nachhaltigen Kapazitäten für ihre KI-Rechenzentren. Das Unternehmen baut diese Kapazitäten bis Ende 2026 konsequent aus.
Trotz der jüngsten Volatilität bleibt die langfristige Bilanz stark. Auf Sicht von 12 Monaten hat sich der Wert der Aktie mehr als verdreifacht. Das unterstreicht das Vertrauen des Marktes in den Schwenk zum High-Performance-Computing.
Im August 2026 stehen die Ergebnisse für das zweite Quartal an. Marktbeobachter warten dann auf konkrete Details zur Umsetzung des Anthropic-Vertrags. Auch der Fortschritt am neuen Muskie Data Campus wird die Richtung für das restliche Jahr vorgeben.
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