Der kanadische Telekommunikationskonzern Telus drückt beim Thema Künstliche Intelligenz aufs Tempo. Die Tochtergesellschaft Telus Digital hat einen neuen Partner an Bord geholt. Gemeinsam mit der KI-Plattform Cresta will das Unternehmen den digitalen Kundenservice umkrempeln.
Neue Werkzeuge für den Vertrieb
Telus Digital agiert künftig als bevorzugter Implementierungspartner für Cresta. Die Zusammenarbeit richtet sich an bestehende und neue Firmenkunden. Das Angebot umfasst sprach- und textbasierte KI-Agenten. Auch die Echtzeit-Unterstützung von menschlichen Mitarbeitern gehört dazu. Damit sollen globale Marken ihre Kunden effizienter betreuen.
Dieser strategische Schritt passt zur aktuellen Ausrichtung des Mutterkonzerns. Künstliche Intelligenz gilt bei Telus als zentraler Wachstumstreiber. Im ersten Quartal 2026 wuchs der Bereich der KI-gestützten Dienste um 22 Prozent. Telus hatte die Digital-Sparte im Oktober 2025 vollständig übernommen. Seitdem bündelt der Konzern dort sein Geschäft mit digitalen Diensten und KI-Daten.
Aktie sucht den Boden
An der Börse zündet die KI-Fantasie bisher nicht. Die Aktie schloss am Montag bei 16,62 Kanadischen Dollar. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von knapp acht Prozent auf der Anzeigetafel. Ein RSI-Wert von 37 deutet auf eine angeschlagene Stimmung hin.
Operativ liefert das KI-Geschäft starke Wachstumsraten. Der Aktienkurs hinkt dieser Entwicklung jedoch hinterher. Die Folge: eine deutliche Diskrepanz zwischen Strategie und Marktbewertung. Die neue Partnerschaft mit Cresta muss nun rasch greifbare Umsatzsprünge generieren. Nur dann rückt die 50-Tage-Linie bei rund 17 Kanadischen Dollar wieder in Reichweite.
