Teleperformance stellt die Weichen für die kommenden Jahre und formalisiert den Umbau der Konzernspitze. Während das Unternehmen massiv in künstliche Intelligenz investiert, zeigt sich der Aktienmarkt am Dienstag unbeeindruckt. Das Papier gerät unter deutlichen Verkaufsdruck.
Die Hauptversammlung bestätigte Moulay Hafid Elalamy als neuen Vorsitzenden des Verwaltungsrats. Elalamy repräsentiert die Saham-Gruppe, die einen Anteil von 3,7 Prozent am Unternehmen hält. Diese Neubesetzung bereitet den geplanten Wechsel an der Konzernspitze vor, der für Anfang 2026 angesetzt ist.
Parallel dazu wurde Sheikha Hanadi Al-Thani zur Lead-Independent Director ernannt. Gemeinsam mit dem neuen Vorsitzenden soll sie die Umsetzung des aktuellen Strategieplans überwachen und die unabhängige Aufsicht stärken.
Fokus auf KI und Integration
Das Management treibt den technologischen Wandel voran. Im laufenden Geschäftsjahr fließen 100 Millionen Euro in ein Investitionsprogramm für KI-Partnerschaften. Ziel ist es, automatisierte Lösungen schneller in die globalen Betriebsabläufe zu integrieren und digitale Geschäftsprozesse neu zu definieren.
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Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Integration des übernommenen Konkurrenten Majorel. Teleperformance konzentriert sich dabei auf die Realisierung von Synergien und den Ausbau profitabler Spezialsegmente wie Dolmetscherleistungen. Die Verschuldung soll dabei stabil bleiben: Der Vorstand strebt eine Quote unter dem zweifachen EBITA an.
Kursrutsch und Dividende
An der Börse lösten die Nachrichten zunächst keine Euphorie aus. Die Aktie verlor am Dienstag rund neun Prozent und notiert aktuell bei 66,82 Euro. Damit vergrößert sich der Abstand zum 52-Wochen-Hoch auf fast 30 Prozent.
Für Aktionäre steht in dieser Woche die Dividende im Fokus. Die Hauptversammlung segnete eine Ausschüttung von 4,50 Euro je Aktie ab. Der Ex-Tag ist für die laufende Woche geplant, die Auszahlung erfolgt zeitnah im Anschluss. Der Verwaltungsrat erhielt ferner die Ermächtigung für ein neues Aktienrückkaufprogramm.
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