Zwei US-Großbanken senken ihre Kursziele – und halten trotzdem an ihren Kaufempfehlungen fest. Wie passt das zusammen? Während JPMorgan und Bernstein Research für 2025 einen steinigen Weg sehen, wittern sie für 2026 große Chancen. Gleichzeitig macht der Bonner Konzern mit einer strategischen Disney+-Offensive von sich reden. Was bedeutet das für die T-Aktie, die aktuell bei 27,80 Euro notiert?
Kursziele fallen – aber die Story bleibt intakt
Der Freitag brachte gleich doppelten Gegenwind von der Analystenfront. JPMorgan kappte das Kursziel von 43,50 auf 39,00 Euro, während Bernstein Research von 40,00 auf 37,00 Euro zurückruderte. Die Begründung: 2025 wird kein Durchmarschjahr.
Was beide Institute jedoch betonen:
- JPMorgan behält „Overweight“ und setzt auf Branchenkonsolidierung ab 2026
- Bernstein bestätigt „Outperform“ trotz US-Wettbewerb und Druck im Breitbandgeschäft
- Entwarnung bei der Starlink-Bedrohung – der Satellitenkonkurrent gilt als beherrschbar
- Nachlassender Kostendruck durch Personal und Energie in Sicht
Bemerkenswert: Trotz gesenkter Ziele sprechen beide Häuser von einem Aufwärtspotenzial von 35 bis 40 Prozent vom aktuellen Niveau. Die Aktie zeigte sich unbeeindruckt und schloss den Xetra-Handel bei 27,79 Euro mit leichtem Plus.
Disney+ als neuer Wachstumstreiber?
Während Analysten rechnen, handelt der Konzern. In Ungarn startete die Telekom-Tochter Magyar Telekom diese Woche mit integrierten Disney+-Bundles. Das ist erst der Anfang: 2026 soll die Partnerschaft auf weitere europäische Märkte ausgerollt werden.
Die Strategie dahinter ist klar: Premium-Content direkt in TV- und Mobilfunkprodukte integrieren, Kundenbindung erhöhen, Zusatzumsätze generieren. Die Telekom positioniert sich als Content-Aggregator – ein Feld, das künftig entscheidend für die Kundenloyalität sein dürfte.
Dividende und Rückkäufe als Sicherheitsnetz
Selbst wenn 2025 holprig wird – Anleger können sich auf handfeste Rückflüsse freuen. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Markt mit einer Anhebung der Dividende auf 1,00 Euro (Vorjahr: 0,90 Euro). Hinzu kommt ein für 2026 geplantes Aktienrückkaufprogramm über bis zu 2 Milliarden Euro.
Diese Kombination aus steigender Ausschüttung und Kapitalrückführung dürfte gerade einkommensorientierte Investoren bei Laune halten – selbst in einem schwierigeren Umfeld.
2025 durchbeißen, 2026 kassieren?
Die Botschaft der Analysten ist eindeutig: Das kommende Jahr wird ein Übergangsjahr. Doch wer jetzt einsteigt, könnte sich für die erwartete Konsolidierungswelle im europäischen Telekom-Sektor positionieren. Die nächsten entscheidenden Impulse liefert der Konzern am 26. Februar 2026 mit den Zahlen zum vierten Quartal 2025.
Charttechnisch hat die Aktie im Bereich um 27,50 Euro einen Boden ausgebildet. Ein nachhaltiger Sprung über die 28-Euro-Marke könnte weiteres Erholungspotenzial freisetzen – und den Weg in Richtung der Analystenziele ebnen.
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