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Telefónica Aktie: Milliardenverlust durch Umbau

Der spanische Telekommunikationskonzern schließt 2025 mit einem hohen Fehlbetrag ab, der auf Sondereffekte zurückgeht. Das operative Kerngeschäft in Spanien, Deutschland und Brasilien zeigt sich dagegen robust.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Nettoverlust von 4,32 Milliarden Euro durch Umbaukosten
  • Bereinigtes Ergebnis aus Kerngeschäft bei 2,12 Milliarden Euro
  • Umsatzwachstum und Schuldenabbau trotz Verlusts
  • Positiver Ausblick für Umsatz und Cashflow 2026

Telefónica hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem zweigeteilten Ergebnis abgeschlossen. Während das operative Geschäft in den Kernmärkten wächst, drückten hohe Restrukturierungskosten und strategische Verkäufe das Konzernergebnis tief ins Minus. Anleger stehen nun vor der Frage, ob die eingeleitete Transformation langfristig die gewünschte Stabilität bringt.

Restrukturierung drückt auf das Ergebnis

Der spanische Telekommunikationsriese verbuchte für das Gesamtjahr 2025 einen Nettoverlust von 4,32 Milliarden Euro. Dieser massive Fehlbetrag ist jedoch primär auf Sondereffekte zurückzuführen: Allein 2,05 Milliarden Euro flossen in den Personalabbau im Heimatmarkt Spanien, weitere 2,27 Milliarden Euro resultierten aus Buchverlusten bei Anlagenverkäufen in Lateinamerika.

Ohne diese Einmaleffekte zeigt sich ein deutlich stabileres Bild. Das bereinigte Nettoergebnis aus dem fortgeführten Geschäft belief sich auf 2,12 Milliarden Euro. Auch der Konzernumsatz legte im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent auf 35,12 Milliarden Euro zu, was die operative Widerstandsfähigkeit des Unternehmens unterstreicht.

Operatives Wachstum in den Kernmärkten

Besonders in Spanien verzeichnete Telefónica die beste Entwicklung seit dem Jahr 2018. Auch die Tochtergesellschaften in Brasilien und Deutschland trugen positiv zum Ergebnis bei. In Deutschland konnte das Unternehmen die Zahl der Mobilfunk-Neuverträge im vierten Quartal signifikant steigern, während in Brasilien das Umsatzwachstum in lokaler Währung bei über sieben Prozent lag.

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Parallel zum operativen Ausbau gelang es dem Konzern, seine Nettofinanzverschuldung um 1,4 Milliarden Euro auf 26,82 Milliarden Euro zu senken. Trotz der roten Zahlen im Gesamtergebnis reagierte der Markt am Dienstag gelassen; das Papier notierte zuletzt mit einem leichten Plus von 0,44 Prozent bei 3,66 Euro.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026

Für das laufende Jahr prognostiziert das Management ein Wachstum beim Umsatz sowie beim bereinigten EBITDA zwischen 1,5 und 2,5 Prozent. Der freie Cashflow soll bis zum Jahresende auf etwa 3,0 Milliarden Euro steigen.

Zusätzlich forciert Telefónica technologische Kooperationen zur Stärkung der europäischen Infrastruktur. Im Rahmen des Mobile World Congress 2026 präsentierte das Unternehmen gemeinsam mit anderen Netzbetreibern ein Projekt für ein föderiertes Edge-Netzwerk, das die digitale Souveränität in der Region fördern soll.

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