Starke Kursgewinne, schwache Fundamentaldaten — bei TeamViewer klaffen Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Die Aktie beendete die Woche mit einem Plus von gut 20 Prozent und schloss am Freitag bei 5,09 Euro. Rückenwind lieferte ein breiter Aufwärtstrend im europäischen Software-Sektor. Hinter den Kulissen kämpft das Management jedoch mit handfesten Problemen im wichtigen US-Markt.
US-Tochter bremst das Wachstum
Die Ausgangslage bleibt schwierig. Die für 720 Millionen Dollar zugekaufte US-Tochter 1E gerät massiv unter Druck. Rund 80 Prozent der Umsätze stammen aus den Vereinigten Staaten. Als das US-Kriegsveteranenministerium eine fest eingeplante Vertragserweiterung verschob, war der Schaden unmittelbar spürbar. Obendrein setzte der größte Einzelkunde empfindliche Preisnachlässe durch.
Auf Konzernebene zog das Management die Reißleine. Für das Jahr 2026 erwartet TeamViewer maximal drei Prozent Umsatzwachstum. Die Erwartungen für das wiederkehrende Geschäft sanken um 40 Millionen Euro. Im Mittelstandssegment kletterte die Abwanderungsrate zuletzt spürbar nach oben.
Neue Wege in der Industrie
Parallel dazu sucht der Softwareanbieter sein Heil in der Industrie. Auf der Hannover Messe präsentiert CEO Oliver Steil neue Lösungen für den direkten Fernzugriff auf Maschinen. Prominente Unterstützung liefert dabei Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. In der Formel 1 validieren die Partner neue Komponenten bereits via Augmented Reality.
Auch im US-Behördengeschäft arbeitet das Unternehmen an einer Lösung. TeamViewer hat die wichtige FedRAMP-Zertifizierung erreicht. Ohne dieses Siegel sind amerikanische Bundesbehörden als Kunden faktisch unerreichbar. Seit April bietet die Software einen rein auf die USA beschränkten Datenzugriff.
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Fokus auf Profitabilität
Auf Investorenseite sorgt eine aktuelle Umschichtung für Aufsehen. Der Vermögensverwalter BlackRock wandelt derzeit Derivate in physische Aktien um. Er hält nun knapp fünf Prozent der Stimmrechte. Marktbeobachter werten solche Schritte häufig als Signal für eine längerfristige Positionierung.
Das Ziel: Profitabilität statt Wachstum um jeden Preis. CEO Oliver Steil hat das laufende Jahr zum reinen Integrationsjahr deklariert. Weitere Zukäufe schloss er vorerst aus. Die bereinigte operative Marge soll bei rund 43 Prozent liegen.
Den nächsten Härtetest liefert der 6. Mai mit den detaillierten Zahlen für das erste Quartal. Das Enterprise-Segment wuchs zuletzt um 19 Prozent. Ein ähnliches Tempo ist zwingend nötig, um die Einbußen im US-Geschäft auszugleichen. Nur so lässt sich der massive Kursverlust des vergangenen Jahres nachhaltig stoppen.
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