Der Softwarekonzern aus Göppingen hat am Dienstag seine Jahresziele für 2026 vorgelegt – und die fielen deutlich konservativer aus als erhofft. Die Aktie reagierte prompt: Mit einem Minus von 5,3 Prozent auf 5,59 Euro ging es Richtung des erst vor einer Woche erreichten Rekordtiefs von 5,30 Euro. Die kurze Erholung der vergangenen Tage? Wieder futsch.
Das Management rechnet für 2026 mit stagnierendem Umsatz oder bestenfalls einem Plus von 3 Prozent – währungsbereinigt wohlgemerkt. Damit liegt selbst das obere Ende der Spanne nur auf dem Niveau dessen, was im Herbst noch als Mindestziel kommuniziert worden war. Hauptproblem: Das Geschäft mit kleineren und mittleren Kunden läuft holprig, auch die 2025 zugekaufte 1E-Sparte bereitet Schwierigkeiten.
Analysten greifen zum Rotstift
Die Reaktion der Experten lässt nicht lange auf sich warten. Wassachon Udomslipa von der kanadischen Bank RBC erwartet, dass Analysten ihre Umsatzschätzungen nun zusammenstreichen werden. Während das Großkundengeschäft zwar solide laufe, würden Wechselkurseffekte den Konzern erneut treffen. Mohammed Moawalla von Goldman Sachs sieht ebenfalls „gewissen Korrekturbedarf beim Konsens“ und hebt die Vorsicht des Managements bei den wiederkehrenden Umsätzen hervor.
JPMorgan-Analyst Toby Ogg wird noch konkreter: TeamViewer hat für 2026 einen negativen Währungseffekt von 2,8 Prozentpunkten angegeben. In Kombination mit der gedämpften Umsatzprognose und der Marge dürfte das zu Abwärtskorrekturen bei den Konsensschätzungen führen. Das gedämpfte Marktumfeld hinterlasse in mehreren Bereichen seine Spuren.
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Technisch unter Druck
Charttechnisch sieht es kaum besser aus. Die Aktie hat sowohl die kurzfristige 21-Tage-Linie bei 5,71 Euro als auch die mittelfristige 50-Tage-Linie nach unten durchbrochen. Die langfristige 200-Tage-Linie konnte seit Mai 2025 nicht mehr nach oben durchstoßen werden – ein klares Zeichen für den anhaltenden Abwärtstrend.
Zusätzlich belastet die gesamte Softwarebranche die Sorge, dass Künstliche Intelligenz etablierte Geschäftsmodelle erschüttern könnte. TeamViewer steht damit nicht allein da, aber die Kombination aus branchenweiten Ängsten und hausgemachten Problemen setzt die Aktie besonders unter Druck. Zeitweise sackte das Papier am Dienstag sogar bis auf 5,39 Euro ab.
Die Frage ist nun, ob das Management mit seiner vorsichtigen Prognose die Erwartungen bewusst tief ansetzt – oder ob 2026 tatsächlich ein schwieriges Jahr für den Fernwartungsspezialisten wird.
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