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TeamViewer Aktie: Kaufsignal verpufft

Die TeamViewer-Aktie notiert nahe ihrem Jahrestief, obwohl die DZ Bank sie hochstuft. Das Wachstum im Enterprise-Geschäft kann die Schwäche bei KMU-Kunden bisher nicht ausgleichen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Enterprise-Segment verzeichnet solides Umsatzwachstum
  • Kundenzahl im KMU-Bereich geht weiter zurück
  • Hoher Anteil an Leerverkäufen belastet den Kurs
  • Q1-Zahlen im Mai als nächster wichtiger Prüfstein

Eine Hochstufung der DZ Bank, ein KGV unter 5, solider Cashflow — und die Aktie fällt trotzdem. Dieses Paradox beschreibt die Lage bei TeamViewer derzeit treffend. Der Kurs notiert mit 4,52 Euro knapp über dem 52-Wochen-Tief und hat in den vergangenen zwölf Monaten fast zwei Drittel seines Wertes verloren.

Enterprise wächst, KMU schwächelt

Das operative Bild ist gespalten. Das Enterprise-Segment legte 2025 beim Umsatz und beim ARR um 11 Prozent zu und steuert mittlerweile mehr als 30 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Besonders der Standalone-Bereich zog an — unter anderem dank des größten Frontline-Deals der Unternehmensgeschichte in den USA.

Im KMU-Segment dagegen sank der ARR im vierten Quartal 2025 um ein Prozent. Die Abonnentenzahl ging gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent auf 631.400 zurück. Auch regional trübte sich das Bild ein: Americas und APAC verzeichneten rückläufige Umsätze, während EMEA leicht zulegen konnte. Für 2026 erwartet das Management nur noch null bis drei Prozent Wachstum bei einer bereinigten EBITDA-Marge von rund 43 Prozent.

Leerverkäufer erhöhen den Druck

Analyst Armin Kremser von der DZ Bank stufte die Aktie auf „Kaufen“ hoch, mit einem fairen Wert von 6,50 Euro. Er verwies auf den extremen Kursverfall und ein KGV von rund 4 — den niedrigsten Wert im gesamten TecDAX. Kremser sieht zudem Potenzial durch Eindeckungskäufe: Rund 12 Prozent der Aktien sind leer verkauft.

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Genau diese Short-Positionen sind aber auch das Problem. AQR Capital Management hält eine Netto-Leerverkaufsposition von 4,53 Prozent, Marshall Wace und GSA Capital Partners bauten ihre Positionen ebenfalls aus. Der SDAX-Abstieg verstärkt das strukturelle Ungleichgewicht: MDAX-Fonds mussten verkaufen, SDAX-Tracker nehmen die Aktie erst zeitverzögert auf — bei geringerem Handelsvolumen und damit stärkeren Kursausschlägen in beide Richtungen.

Morningstar senkte seine Fair-Value-Schätzung von 9,90 auf 6,90 Euro und reduzierte die langfristige Umsatzwachstumsprognose auf einen niedrigen einstelligen Bereich, hält die Aktie aber für leicht unterbewertet.

Q1-Zahlen als nächster Prüfstein

Am 6. Mai 2026 legt TeamViewer die Ergebnisse für das erste Quartal vor. Dann zeigt sich, ob das Enterprise-Wachstum die anhaltende Schwäche im KMU-Segment bilanziell ausgleichen kann. Bis dahin setzt das Unternehmen operative Akzente: Auf der Hannover Messe vom 20. bis 24. April präsentiert TeamViewer gemeinsam mit Cybus eine industrielle Qualitätskontrolllösung. Ob das reicht, um das Vertrauen der Märkte zurückzugewinnen, hängt letztlich an den harten Zahlen im Mai.

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