Ab heute weht für den Göppinger Softwarekonzern ein rauerer Wind auf dem Börsenparkett. Mit dem offiziellen Abstieg aus dem MDAX in den SDAX greifen nun automatische Marktmechanismen. Passive Indexfonds sind gezwungen, ihre Portfolios anzupassen und Bestände abzubauen, was einen spürbaren Verkaufsüberhang generiert.
Struktureller Gegenwind
Der Wechsel in die niedrigere Börsenliga bringt handfeste Nachteile mit sich. Das Handelsvolumen im SDAX fällt in der Regel geringer aus als im Index der mittelgroßen Werte. Kauf- und Verkaufsaufträge können dadurch stärkere Kursschwankungen auslösen, wodurch der Titel anfälliger für spekulative Bewegungen wird.
Diese strukturelle Schwäche trifft das Unternehmen in einer ohnehin angespannten Phase. Nach einem massiven Wertverlust von über 64 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten notiert das Papier aktuell bei 4,50 Euro. Damit bewegt sich der Kurs gefährlich nah am jüngsten 52-Wochen-Tief.
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Operative Zweiteilung
Abseits der technischen Index-Effekte kämpft das Management mit einer operativen Schere. Das Kleinkundengeschäft schwächelt zusehends. Die Abwanderungsrate in diesem Segment kletterte im vierten Quartal auf 16,4 Prozent. Gleichzeitig schrumpften die jährlich wiederkehrenden Umsätze in diesem Bereich. Analysten bewerten diese Entwicklung zunehmend kritisch. Morningstar senkte kürzlich den fairen Wert der Aktie deutlich von 9,90 auf 6,90 Euro und verwies auf sinkende langfristige Wachstumserwartungen.
Als Gegengewicht forciert das Unternehmen den Fokus auf margenstarke Großkunden. Eine tiefere Integration mit Microsoft Intune soll IT-Abteilungen bei der Geräteverwaltung entlasten und neue Enterprise-Kunden anlocken. Um diese Strategie speziell im wichtigen US-Markt voranzutreiben, installierte das Management im Februar eigens einen neuen regionalen Vertriebschef.
Kurzfristig dürfte das Handelsgeschehen weiterhin von den Umschichtungen der Passivfonds dominiert werden. Sobald dieser technische Verkaufsdruck nachlässt, rückt die fundamentale Entwicklung wieder in den Fokus. Am 6. Mai präsentiert das Unternehmen die Zahlen für das erste Quartal. Diese Daten werden den konkreten Beleg liefern, ob das wachsende Enterprise-Geschäft die anhaltenden Verluste im Massenmarkt bereits nennenswert abfedern kann.
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