Die 6-Euro-Marke ist gefallen. Am Freitag rutschte die TeamViewer Aktie im Xetra-Handel um 2,3 Prozent auf 5,91 Euro ab – und durchbrach damit eine Unterstützung, um die wochenlang gekämpft wurde. Der Abstand zum 52-Wochen-Tief von 5,42 Euro beträgt nur noch 9 Prozent.
Die wichtigsten Fakten:
– Schlusskurs: 5,91 Euro (-2,31% am Freitag)
– 52-Wochen-Performance: -56%
– Nächste Unterstützung: 5,42 Euro (November-Tief)
– Widerstand: 6,00 Euro (nun oberhalb des Kurses)
Vertrauen fehlt trotz niedriger Bewertung
Das Göppinger Softwareunternehmen treibt zwar die Transformation voran – weg vom Consumer-Geschäft, hin zu Enterprise-Lösungen wie Tensor und Frontline für Augmented Reality. Doch der Kapitalmarkt honoriert die Strategie bislang nicht.
Institutionelle Investoren sehen in der niedrigen Bewertung keine Einstiegschance, sondern eine klassische Value Trap. Die Befürchtung: Das Wachstum im Großkundengeschäft kompensiert die Verluste im klassischen Lizenzgeschäft nicht schnell genug. Solange die fakturierten Umsätze (Billings) keine nachhaltige Trendwende zeigen, nutzen Marktteilnehmer Erholungen zum Ausstieg.
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Charttechnik: Kritische Zone erreicht
Mit dem Bruch der 6-Euro-Schwelle hat sich das technische Bild deutlich verschlechtert. Die Aktie notiert nun 33 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 8,76 Euro. Der RSI liegt mit 27,6 im überverkauften Bereich – was technische Erholungen ermöglicht, aber keine Trendwende garantiert.
Gelingt in den kommenden Tagen keine schnelle Rückeroberung der 6,00 Euro, dürfte sich der Fokus auf das November-Tief bei 5,42 Euro richten. Ein Unterschreiten dieser Marke könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen.
Kritische Woche steht bevor
Für eine nachhaltige Stabilisierung benötigt die TeamViewer Aktie positive Impulse – etwa operative Erfolgsmeldungen oder Insiderkäufe, die Vertrauen signalisieren. Bis dahin bleibt die technische Ausgangslage angeschlagen. Die 6-Euro-Marke fungiert nun als Widerstand, während das Risiko auf der Unterseite dominiert.
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