Target-CEO Michael Fiddelke greift durch. Keine zwei Wochen im Amt, verordnet er dem angeschlagenen US-Einzelhändler eine grundlegende Umstrukturierung. Die Botschaft an die Wall Street: Es wird schnell gehandelt.
Heute gab der Konzern bekannt, dass ab dem 15. Februar eine neue Führungsriege die Geschicke lenkt. Cara Sylvester übernimmt als Chief Merchandising Officer, Lisa Roath wird Chief Operating Officer. Beide Positionen berichten direkt an Fiddelke. Im Gegenzug verlassen Chief Commercial Officer Rick Gomez das Unternehmen, Jill Sando geht nach 29 Jahren bei Target in den Ruhestand.
500 Stellen fallen weg
Parallel dazu wird die Organisation verschlankt. Laut einem internen Memo, das CNBC vorliegt, fallen rund 500 Stellen weg – etwa 100 auf Bezirksebene, 400 in Verteilzentren und regionalen Büros. Die Zahl der Store-Distrikte, die Targets knapp 2.000 Filialen überwachen, wird reduziert.
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Das freigewordene Budget fließt direkt in die Läden. Mehr Arbeitsstunden für das Personal an der Front, zusätzliche Schulungen für alle Mitarbeiter. Der Grund: Kunden beschweren sich seit Monaten über leere Regale und endlose Warteschlangen an den Kassen. Nach vier Jahren stagnierender Umsätze kann sich Target solche Schwächen nicht mehr leisten.
Guidance bestätigt – vorerst
Fiddelke betont, dass die Umbauten die Strategie beschleunigen sollen. Die Verantwortlichkeiten werden klarer verteilt, Entscheidungswege verkürzt. Gleichzeitig bestätigte Target die Prognose für das vierte Quartal 2025: Umsatz und Gewinn je Aktie sollen im Rahmen der bisherigen Erwartungen liegen.
Die Aktie reagiert gelassen auf die Nachrichten und notiert nahezu unverändert. Investoren warten offenbar ab, ob der neue Chef sein Versprechen einlösen kann, den einstigen „Cheap Chic“-Vorreiter wieder auf Erfolgskurs zu bringen. Die Suche nach einem neuen Chief Guest Experience and Marketing Officer läuft bereits.
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