Beim B2B-Distributor Takkt steht ein Wechsel an der Spitze des Kontrollgremiums bevor. Der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Hubertus Mühlhäuser scheidet aus dem Gremium aus, nachdem er seine Mandatsniederlegung aus persönlichen Gründen bereits auf der diesjährigen Hauptversammlung vorab angekündigt hatte.
Für die Nachfolge hat der Vorstand beim zuständigen Gericht die gerichtliche Bestellung von Stépan Breedveld beantragt. Breedveld, früherer Vorstandschef des B2B-Distributionsunternehmens ERIKS N.V., soll nach erfolgter gerichtlicher Bestellung auch den Vorsitz des Aufsichtsrats übernehmen.
Gerichtliche Übergangslösung bis zur Hauptversammlung 2027
Die gerichtliche Bestellung von Breedveld soll für den Zeitraum bis zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2027 gelten. Auf dieser Versammlung soll sich der Manager dann der regulären Wahl durch die Aktionäre stellen. Bis zur formalen Umsetzung der Nachfolge führt der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Stefan Räbsamen die Amtsgeschäfte beziehungsweise nimmt die Aufgaben an der Spitze des Kontrollgremiums wahr.
Die geplante personelle Neuausrichtung stößt im Aktionariat auf breiten Rückhalt. Sowohl der gesamte Aufsichtsrat als auch die Mehrheitsaktionärin Franz Haniel & Cie. GmbH unterstützen die Personalie. Takkt-Vorstandschef Andreas Weishaar dankte dem scheidenden Vorsitzenden Mühlhäuser für die Begleitung der strategischen Ausrichtung unter dem Titel „TAKKT-Forward-Strategie“ und begrüßte zugleich die Nominierung von Breedveld.
Operatives Profil und Börsenbewertung
Der im Prime Standard notierte Handelskonzern tritt im Markt als Omnichannel-Händler für Geschäftsausstattung auf und vertreibt über 400.000 Produkte in mehr als 20 Ländern in Europa sowie Nordamerika. Die Ernennung eines Branchenkenners aus der B2B-Distribution soll die operative Weiterentwicklung des Stuttgarter Konzerns auf Konzernebene eng begleiten.
Am Aktienmarkt reagierte das Papier positiv auf die geregelte Nachfolge im Aufsichtsrat. Der Kurs kletterte heute um 1,8 Prozent auf 3,10 Euro. Damit setzt das Papier die Erholung fort, nachdem es sich spürbar von seinem 52-Wochen-Tief bei 2,17 Euro nach oben absetzen konnte. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens beläuft sich aktuell auf rund 196,27 Millionen Euro.
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