Startseite » E-Commerce » Takkt Aktie: Erholung vertagt

Takkt Aktie: Erholung vertagt

Der B2B-Versandhändler Takkt meldet für 2025 tiefrote Zahlen und streicht die Dividende. Die angestrebte Profitabilität wird später erreicht, der Ausblick für 2026 bleibt vorsichtig.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Starker Umsatz- und Gewinnrückgang im Jahr 2025
  • Dividende für 2025 wird vollständig gestrichen
  • Profitabilitätsziele werden zeitlich nach hinten verschoben
  • Vorsichtige Prognose für das laufende Geschäftsjahr

Tiefe rote Zahlen und eine gestrichene Dividende: Takkt blickt auf ein ernüchterndes Geschäftsjahr 2025 zurück. Während das Management an strategischen Stellschrauben dreht, rücken die langfristigen Profitabilitätsziele in weite Ferne. Anleger müssen deutlich mehr Zeit einplanen, bis der Turnaround Früchte trägt.

Der B2B-Versandhändler verzeichnete im vergangenen Jahr einen Umsatzrückgang von 8,4 Prozent auf 964,3 Millionen Euro. Besonders schwer wiegt das negative Konzernergebnis von minus 120,2 Millionen Euro. Dies entspricht einem Verlust von 1,88 Euro je Aktie. Als direkte Konsequenz aus der schwachen operativen Lage schlägt der Vorstand vor, die Dividendenzahlung für das Jahr 2025 vollständig zu streichen.

Strategische Ziele rücken nach hinten

Die anhaltend schwierige konjunkturelle Lage zwingt die Unternehmensführung dazu, ihre Ambitionen zeitlich anzupassen. Das mittelfristige Ziel einer bereinigten EBITDA-Marge von 10 Prozent bleibt zwar bestehen, soll nun jedoch erst ein bis zwei Jahre später als ursprünglich geplant erreicht werden.

Für das laufende Jahr 2026 gibt sich Takkt vorsichtig. Das Unternehmen erwartet eine organische Umsatzentwicklung in einer breiten Spanne von minus 7 bis plus 3 Prozent. Die Einstellung des Bid-Vertragsgeschäfts im Bereich Foodservices belastet die Dynamik dabei zusätzlich um etwa einen Prozentpunkt. Die bereinigte EBITDA-Marge wird in einem Korridor von lediglich 2 bis 5 Prozent angestrebt.

Charttechnik signalisiert Ausverkauf

An der Börse reagierten Anleger enttäuscht auf die Bestätigung der Zahlen und den verhaltenen Ausblick. Die Aktie verlor heute rund 4,4 Prozent an Wert und notiert bei 2,40 Euro. Damit bewegt sich das Papier weiterhin gefährlich nahe am 52-Wochen-Tief von 2,32 Euro. Mit einem Relative-Stärke-Index (RSI) von knapp 16 gilt der Titel technisch zwar als massiv überverkauft, doch fundamentale Impulse für eine schnelle Trendwende fehlen derzeit.

Ein schwieriger Start in das neue Jahr zeichnet sich bereits ab. Für das erste Quartal 2026 prognostiziert Takkt Werte beim Umsatz, der Profitabilität und dem Free Cashflow, die unter dem Vorjahresniveau liegen werden. Die für heute Nachmittag angesetzte Analystenkonferenz könnte weitere Details zur geplanten Rückkehr auf den Wachstumskurs liefern.

Anzeige

Takkt-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Takkt-Analyse vom 21. August liefert die Antwort:

Die neusten Takkt-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Takkt-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Takkt: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Takkt

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.