Ein operativer Verlust, ein schwacher Ausblick – und trotzdem ein Kaufsignal an der Börse. Bei Take-Two Interactive klaffen aktuelle Zahlen und Zukunftsfantasie derzeit weit auseinander. Der Grund dafür trägt einen Namen: Grand Theft Auto VI.
Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 legte der Umsatz um zwei Prozent auf 1,53 Milliarden Dollar zu und übertraf damit die Analystenschätzungen von rund 1,49 Milliarden. Die für Spielepublisher entscheidende Kennzahl der Net Bookings sank zwar um 2,6 Prozent auf 1,39 Milliarden Dollar, lag damit aber ebenfalls über den erwarteten 1,37 Milliarden. Treiber waren vor allem eine bessere Entwicklung bei „NBA 2K“ und der „GTA“-Reihe.
Unter dem Strich blieb trotzdem ein Nettoverlust von 34,1 Millionen Dollar beziehungsweise 0,18 Dollar je Aktie stehen, nachdem im Vorjahresquartal noch ein operativer Gewinn erzielt worden war. Ein Teil davon geht auf eine Abschreibung von 43,4 Millionen Dollar für ein eingestelltes, bislang unangekündigtes Projekt eines externen Entwicklers zurück. Auffällig: Das Mobile-Geschäft schwächelt weiter, die Erlöse auf Smartphones und Tablets fielen um fünf Prozent auf 762 Millionen Dollar. Im Konsolenbereich zog der Umsatz dagegen kräftig an, von 551 auf 641 Millionen Dollar.
Ausblick bleibt hinter den Erwartungen zurück
Für das laufende Quartal rechnet das Management mit Net Bookings zwischen 1,62 und 1,67 Milliarden Dollar – die Wall Street hatte mit rund 1,79 Milliarden kalkuliert. Auch die Jahresprognose von 8,0 bis 8,2 Milliarden Dollar liegt deutlich unter dem Marktkonsens von 8,62 Milliarden. Wachstum gäbe es trotzdem: Am oberen Ende der Spanne entspräche das einem Plus von 20,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die Werbetrommel für GTA VI rührt sich
Während die laufenden Geschäfte eher durchhalten als glänzen müssen, rückt der eigentliche Kurstreiber näher. Take-Two bestätigte erneut den Veröffentlichungstermin von GTA VI am 19. November. Ende August soll zudem ein ausführlicherer Blick auf das Spiel folgen – ein weiterer Schritt in der bislang zurückhaltend angelaufenen Marketingkampagne. CEO Strauss Zelnick verweist auf die enorme Vorfreude rund um den Launch und erwartet danach dauerhaft höhere Erträge und Cashflows für den Konzern.
Bis dahin bleibt das bestehende Portfolio der Fels, auf dem Take-Two das laufende Geschäftsjahr abstützt. Die eigentliche Bewährungsprobe für den Konzern startet erst am 19. November.
Take-Two Interactive-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Take-Two Interactive-Analyse vom 8. August liefert die Antwort:
Die neusten Take-Two Interactive-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Take-Two Interactive-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 8. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Take-Two Interactive: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
