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Take-Two: GTA Online generiert 500 Millionen jährlich

Ein Datenleck bei Rockstar Games enthüllt, dass GTA Online jährlich rund 500 Millionen Dollar erwirtschaftet. Analysten bleiben trotz des Vorfalls optimistisch und halten an Kaufempfehlungen fest.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • GTA Online generiert jährlich eine halbe Milliarde Dollar
  • Nur vier Prozent der Spieler erzeugen fast den gesamten Umsatz
  • Aktie legt nach Bekanntwerden der Zahlen zu
  • Analysten sehen großes Potenzial für kommendes GTA VI

Ein Hackerangriff, der Rockstar Games schaden sollte, hat das Gegenteil bewirkt. Die gestohlenen Daten liefern Investoren erstmals einen klaren Blick auf die Ertragskraft von GTA Online — und die Zahlen überzeugen.

Leak enthüllt eine halbe Milliarde Dollar Jahresumsatz

Am 14. April 2026 bestätigte Rockstar Games einen Datenschutzvorfall. Die Hackergruppe ShinyHunters nutzte eine Sicherheitslücke beim Drittanbieter Anodot, einem Cloud-Analyse-Dienst, und gelangte so in Rockstars Snowflake-Datensystem. Insgesamt flossen dabei über 78 Millionen Datensätze ab.

Rockstar verweigerte Verhandlungen — und die Hacker veröffentlichten die Daten. Was als Druckmittel gedacht war, entpuppte sich als unfreiwillige Investor-Präsentation.

Die geleakten Dateien zeigen: GTA Online erwirtschaftet rund 500 Millionen Dollar im Jahr. Wöchentlich kommen etwa 7,3 Millionen Dollar durch Shark-Card-Verkäufe herein, dazu rund 2,3 Millionen Dollar aus dem GTA+-Abonnement. Zwischen September 2025 und April 2026 spielten wöchentlich fast zehn Millionen Nutzer aktiv.

Besonders auffällig ist die Umsatzkonzentration: Nur vier Prozent der aktiven Spieler generieren praktisch den gesamten Erlös. Konsolen dominieren mit 97 Prozent des wöchentlichen Umsatzes.

Keine Kundendaten, kein GTA-VI-Material betroffen

Rockstar betonte in einer Stellungnahme gegenüber Kotaku und IGN, dass keine Passwörter, Zahlungsdaten oder persönliche Nutzerinformationen abgeflossen seien. Quellcode und Entwicklungsmaterial zu GTA VI blieben ebenfalls unberührt. Das Unternehmen bezeichnete den Vorfall als nicht wesentlich für den Geschäftsbetrieb.

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Es ist bereits der zweite schwere Einbruch innerhalb von drei Jahren. Der Angriff von 2022 kostete Rockstar nach eigenen Angaben fünf Millionen Dollar und tausende Arbeitsstunden — damals gelangten 90 Minuten frühes GTA-VI-Spielmaterial an die Öffentlichkeit.

Analysten bleiben bullish, Kurs erholt sich

Die Aktie legte am Dienstag rund 2,2 Prozent zu und notiert bei 187,10 Euro — damit liegt sie klar über dem 50-Tage-Durchschnitt von 174,66 Euro. Seit dem Jahrestief im Februar hat sich der Kurs um fast 17 Prozent erholt, bleibt aber noch rund 13 Prozent unter dem Jahresanfangsniveau.

Wall Street zeigt sich wenig beeindruckt vom Sicherheitsvorfall. Von 19 Analysten empfehlen 16 die Aktie mit „Kaufen“, einer mit „Starkem Kaufen“. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 284,31 Dollar. Wells Fargo senkte sein Ziel zuletzt leicht auf 293 Dollar, hält aber an der Übergewichtung fest.

Das Umsatzwachstum für das laufende Jahr schätzen Analysten auf knapp 38 Prozent — getragen von einer vollen Veröffentlichungspipeline. Beim Gewinn je Aktie rechnen sie hingegen mit einem deutlichen Rückgang im kommenden Quartal.

Die eigentliche Kernthese bleibt intakt: Wenn das aktuelle GTA Online ohne neuen Serientitel fast eine halbe Milliarde Dollar jährlich einspielt, könnte GTA VI die Erlösdimension nochmals verschieben. Das Risiko liegt in der Abhängigkeit — enttäuschende Spielerzahlen oder schwächere Monetarisierung bei GTA VI würden die Kursphantasie schnell ausbremsen.

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