Am 21. Mai steht Take-Two Interactive vor einem Termin, der mehr ist als eine Routine-Veröffentlichung. Die Quartalszahlen werden zeigen, ob GTA VI tatsächlich noch in diesem Geschäftsjahr Umsatz bringt — und ob das Management den November-Termin offiziell bestätigt.
Zweimal verschoben, jetzt unter Druck
GTA VI hat eine unruhige Entstehungsgeschichte. Ursprünglich für Herbst 2025 geplant, dann auf den 26. Mai 2026 verschoben, liegt das neue Zieldatum nun beim 19. November 2026. Take-Two begründete die letzte Verschiebung mit zusätzlichem Feinschliff. Das Spiel hat noch kein Gold-Status erreicht — Bugfixes laufen weiter.
Brancheninsider zeigen sich dennoch zuversichtlich, dass das November-Fenster hält. Das Marktforschungsunternehmen DFC Intelligence prognostiziert im ersten Jahr 40 Millionen verkaufte Einheiten und Erlöse von 3,2 Milliarden Dollar — doppelt so viel wie beim Launch von GTA V. Allein Vorbestellungen sollen eine Milliarde Dollar einbringen.
Starke operative Basis, aber geteilte Analystenmeinungen
Das letzte Quartal lieferte solide Zahlen. Die Netto-Buchungen lagen bei 1,76 Milliarden Dollar — deutlich über der eigenen Prognose von 1,55 bis 1,60 Milliarden. Für das Gesamtjahr erwartet Take-Two nun Netto-Buchungen von 6,65 bis 7,00 Milliarden Dollar, rund 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Der operative Cashflow-Ausblick stieg von 250 auf 450 Millionen Dollar.
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Wall Street ist gespalten. Analysten rechnen mit einem Umsatzwachstum von 37 Prozent — getragen von GTA VI und weiteren Titeln wie WWE 2K26 und Civilization VII Mobile. Beim Gewinn je Aktie erwarten sie für das kommende Quartal allerdings einen Rückgang von fast 47 Prozent.
Das spiegelt sich im Kursverlauf wider. Die Aktie notiert aktuell bei 178,40 Euro und liegt damit rund 17 Prozent unter dem Jahresanfangsniveau. Vom 52-Wochen-Hoch bei 225,30 Euro trennen den Kurs noch gut 20 Prozent.
Was der 21. Mai entscheiden wird
Das Earnings-Call am 21. Mai hat eine klare Funktion: Bestätigung oder Zweifel. Hält Take-Two am 19. November fest und kündigt den Marketingstart für Sommer 2026 an, dürfte der Markt das als Signal werten, dass die Planung auf der Zielgeraden ist. Eine erneute Verschiebung zu diesem Zeitpunkt würde nicht nur den Kurs belasten — sie würde das Vertrauen in das Management grundlegend erschüttern. Das weiß auch der Vorstand.
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