Bei Take-Two prallen derzeit unterschiedliche Einschätzungen großer Profianleger aufeinander. Während ein japanischer Großinvestor seine Position deutlich aufstockt, reduziert ein nordeuropäischer Vermögensverwalter sein Engagement. Im Hintergrund steht die Frage, wie gut der Spielekonzern die Zeit bis zum Start von „Grand Theft Auto VI“ überbrückt.
Gegensätzliche Schritte großer Investoren
Aktuelle Meldungen zu den Beteiligungen institutioneller Investoren zeigen deutliche Verschiebungen in den Büchern.
Sumitomo Mitsui Trust Group Inc. hat seine Beteiligung an Take-Two ausgebaut. Der japanische Investor kaufte weitere 17.506 Aktien und hält nun 453.780 Papiere. Das Paket hat einen Wert von rund 117,2 Mio. US‑Dollar und signalisiert anhaltendes Vertrauen in die mittelfristigen Perspektiven.
Nordea Investment Management AB ging den entgegengesetzten Weg und hat seine Position verkleinert. Der Vermögensverwalter trennte sich von 123.514 Aktien und kommt nun auf 603.705 Stück im Wert von etwa 156 Mio. US‑Dollar. Trotz des Verkaufs bleibt damit ein großer Anteil bestehen.
Diese gegenläufigen Bewegungen machen deutlich: Bei der Bewertung und beim erwarteten Tempo des weiteren Wachstums gibt es unter professionellen Investoren keinen einheitlichen Konsens.
Kursniveau und Bewertung im Kontext
An der Börse hat sich die Aktie zuletzt deutlich von ihren Tiefstständen entfernt und notiert spürbar oberhalb der wichtigen Durchschnittslinien. Zuletzt lag der Kurs bei 247,49 US‑Dollar und damit rund 17 % über dem 200‑Tage-Durchschnitt – ein Zeichen für einen intakten mittelfristigen Aufwärtstrend, aber auch für ein bereits anspruchsvolles Bewertungsniveau.
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Auf der Analystenseite bleibt der Ton überwiegend konstruktiv. Wells Fargo hat das Kursziel jüngst von 277 auf 288 US‑Dollar angehoben und die Einstufung „Overweight“ bestätigt. Weitere Häuser wie BMO Capital und UBS sehen mit Zielmarken von 275 beziehungsweise 292 US‑Dollar ebenfalls spürbares Potenzial. Grundlage dieser Einschätzungen ist vor allem die Erwartung kräftiger Impulse aus dem nächsten GTA‑Titel.
GTA VI verschoben – und doch zentral
Strategisch dreht sich bei Take-Two fast alles um „Grand Theft Auto VI“. Der Konzern hat den Veröffentlichungszeitraum inzwischen klarer gefasst: Der Start ist für November 2026 vorgesehen. Diese Präzisierung bedeutet zugleich, dass ein Teil der ursprünglich früher erwarteten Umsätze weiter in die Zukunft rutscht.
Analysten von BMO Capital und UBS sehen den Rücksetzer nach der Terminverschiebung dennoch eher als Chance. Ihre Lesart: Kurzfristig verschieben sich Erlöse, die langfristige Ertragskraft der Marke GTA bleibt aber intakt. Entscheidend ist daher, ob Take-Two mit dem bestehenden Portfolio die Lücke bis zum großen Release ausreichend füllen kann.
Blick auf den nächsten Kurstreiber
Die nächste wichtige Wegmarke ist bereits datiert: Take-Two legt seine Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 am Dienstag, 3. Februar 2026, vor. Dann wird sich zeigen, ob das Buchungswachstum stark genug ist, um die Wartezeit bis zum Start von GTA VI zu überbrücken und die hohen Erwartungen der Analysten zu stützen.
Bis dahin dürfte die Aktie über ihrer 200‑Tage-Linie bleiben, gleichzeitig aber anfällig für Schwankungen bleiben – nicht zuletzt wegen der gegensätzlichen Signale aus dem Lager der Großinvestoren und der hohen Bedeutung, die dem kommenden Blockbuster im Geschäftsmodell beigemessen wird.
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