Morgan Stanley hat kurz vor den heutigen Quartalszahlen das Kursziel für Take-Two Interactive auf 280 USD angehoben und die Einstufung „Overweight“ bekräftigt. Der Treiber dahinter ist klar: Grand Theft Auto VI.
GTA VI als Kurskatalysator
Der Release ist für den 19. November 2026 bestätigt. Morgan Stanley erwartet im ersten Geschäftsjahr nach dem Launch rund 40 Millionen verkaufte Einheiten — das wäre deutlich mehr als die 33 Millionen, die GTA V im vergleichbaren Zeitraum nach seinem Release erzielte.
Historische Muster sprechen für die Aktie. Im Schnitt legten Publisher-Aktien in den sechs Monaten vor einem großen Release um rund 18 Prozent zu. Morgan Stanley sieht aktuell ein Aufwärtspotenzial von etwa 19 Prozent. Die Aktie notiert derzeit rund zehn Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch, hat sich aber seit Februar kräftig erholt.
Zahlen heute nach Börsenschluss
Take-Two legt heute nach US-Börsenschluss die Ergebnisse für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. Der Marktkonsens rechnet mit einem Umsatz von rund 1,55 Milliarden USD — ein leichter Rückgang von etwa 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beim Gewinn je Aktie liegen die Schätzungen zwischen 0,56 und 0,57 USD.
Auf der Kostenseite wird ein GAAP-Nettoverlust zwischen 99 und 129 Millionen USD erwartet. Das ist weniger überraschend als es klingt: Take-Two investiert massiv in die GTA-VI-Entwicklung.
Der eigentliche Blickfang wird die Prognose für das Geschäftsjahr 2027 sein. Analysten erwarten Net Bookings zwischen 8,75 und 9,3 Milliarden USD — ein Sprung, der fast vollständig auf GTA VI zurückgeht.
Stabiles Fundament, klare KI-Haltung
Im dritten Quartal meldete Take-Two Net Bookings von 1,76 Milliarden USD, ein Plus von 28 Prozent im Jahresvergleich. Wiederkehrende Konsumausgaben — also In-Game-Käufe und Abonnements — sollen im laufenden Jahr rund 78 Prozent der gesamten Net Bookings ausmachen. Das stabilisiert die Erlöse unabhängig vom Release-Zyklus.
CEO Strauss Zelnick äußerte sich am Mittwoch auch zur Rolle von KI in der Spieleentwicklung. Take-Two nutzt KI-Tools zur Effizienzsteigerung bei der Asset-Produktion. Kulturell einflussreiche Hits könne KI jedoch nicht erschaffen, so Zelnick — Originalität bleibe der entscheidende Faktor.
Ob die heutigen Zahlen und vor allem der Ausblick für 2027 die Erwartungen erfüllen, entscheidet darüber, ob der Kurs seinen Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 225,30 Euro wieder schließen kann.
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