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T1 Energy: Kim LLC kauft 1,3 Millionen Aktien

T1 Energy (ehemals FREYR Battery) durchläuft eine riskante Transformation vom Batterie- zum Solarhersteller. Das Brückenjahr 2026 stellt die Weichen für die Zukunft.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Namenswechsel markiert strategische Neuausrichtung
  • Aktie verliert trotz institutioneller Käufe
  • Brückenjahr mit offenen Lieferkettenfragen
  • Quartalszahlen im Mai als wichtiger Test

Das Unternehmen heißt seit Kurzem T1 Energy — früher firmierte es als FREYR Battery. Der Namenswechsel markiert mehr als ein Rebranding. Er steht für eine fundamentale Neuausrichtung: weg vom Batteriegeschäft, hin zur Solarproduktion. Und genau diese Transformation macht die Aktie derzeit so schwer einzuschätzen.

Kurs unter Druck, Institutionelle kaufen

Die Aktie schloss die vergangene Woche bei 4,10 Euro — ein Minus von knapp neun Prozent in sieben Tagen. Vom 52-Wochen-Hoch bei 7,95 Euro ist sie damit fast halbiert. Der Kurs liegt deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 5,20 Euro.

Institutionelle Investoren sehen das offenbar anders. Kim LLC kaufte zuletzt 1,3 Millionen Aktien für rund 8,7 Millionen Dollar. Firmen wie Bridgeway Capital Management und Adage Capital Partners sind ebenfalls eingestiegen. Insgesamt halten institutionelle Anleger inzwischen mehr als 52 Prozent der Anteile.

Das Brückenjahr und seine Risiken

Das Management bezeichnet 2026 selbst als „Brückenjahr“. Die Produktion läuft im Werk Dallas, während das neue Werk in Austin noch gebaut wird. Die Jahresprognose liegt bei 3,1 bis 4,2 Gigawatt Produktion und Verkauf.

Das Problem: Für das obere Ende der Prognose braucht T1 Energy Solarzellen von internationalen Lieferanten — und zwar solche, die als Non-FEOC-zertifiziert gelten. Nur dann behält das Unternehmen Anspruch auf US-Steuergutschriften nach Section 45X. Die Beschaffung dieser Zellen bleibt eine offene Baustelle.

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Das Austin-Werk soll dieses Problem langfristig lösen. Phase 1 mit einer Kapazität von 2,1 Gigawatt ist für den Start im vierten Quartal 2026 geplant. Die verbleibenden Investitionskosten für Phase 1 schätzt das Unternehmen auf rund 350 Millionen Dollar. Zur Finanzierung hat T1 Energy kürzlich Wandelanleihen mit einem Kupon von 4,00 Prozent und Laufzeit bis 2031 begeben. Der Nettoerlös lag bei rund 151,6 Millionen Dollar. Weiteres Fremdkapital soll folgen.

Quartalsbericht im Mai als nächster Test

Im Mai steht der nächste Quartalsbericht an. Er ist der erste größere Datenpunkt seit den Jahreszahlen für 2025, die im März veröffentlicht wurden. Damals meldete T1 Energy für das vierte Quartal Rekordumsätze von 358,5 Millionen Dollar — verfehlte aber die Gewinnerwartungen je Aktie.

Drei Punkte werden Anleger besonders genau verfolgen: Fortschritte bei der Zellbeschaffung, den Baustand in Austin und die Entwicklung der EBITDA-Prognose für 2027. Das Management peilt für das Jahr nach der Austin-Inbetriebnahme ein bereinigtes EBITDA zwischen 375 und 450 Millionen Dollar an. Ob dieser Pfad realistisch bleibt, hängt davon ab, wie reibungslos das Brückenjahr tatsächlich verläuft.

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Diskussion zu T1 Energy

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.