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T1 Energy Aktie: 2,1-Gigawatt-Fabrik Austin bis Q4 2026

T1 Energy sammelt mehr Kapital für US-Fabrik ein, während Großaktionär Trina Solar Anteile verkauft. Shortseller-Vorwürfe belasten die Aktie.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Wandelanleihe auf 160 Millionen Dollar aufgestockt
  • Großaktionär Trina Solar reduziert Beteiligung
  • Short-Seller erhebt Vorwürfe zu Steuervorteilen
  • Aktie erreicht neues Jahreshoch bei 10,40 Euro

T1 Energy treibt seine Expansion in den USA mit Hochdruck voran. Das Unternehmen sicherte sich deutlich mehr Kapital als ursprünglich geplant. Parallel dazu sorgt ein Rückzug des größten Aktionärs für Bewegung im Orderbuch.

Frisches Kapital für Austin

Die Nachfrage nach der neuen Wandelanleihe übertraf die Erwartungen. T1 Energy erhöhte das Volumen von 125 Millionen auf 160 Millionen US-Dollar. Rund 152 Millionen US-Dollar fließen nun in die erste Phase der Solarzellen-Fabrik in Austin.

Die Anlage soll eine Kapazität von 2,1 Gigawatt erreichen. Das Management hält am Zeitplan fest. Die erste Produktion ist für das vierte Quartal 2026 geplant. Parallel dazu klafft jedoch noch eine Finanzierungslücke von 225 Millionen US-Dollar.

Umsatzsprung und Aktionärswechsel

Das erste Quartal 2026 lieferte gemischte Signale. Der Umsatz stieg auf 177,6 Millionen US-Dollar. Im Vorjahr waren es lediglich 53,5 Millionen US-Dollar. Fast der gesamte Erlös stammte dabei von einem einzigen Kunden aus dem Firmenumfeld.

Unter dem Strich blieb ein Verlust von 20,4 Millionen US-Dollar. Grund dafür waren vor allem Kosten für aufgegebene Geschäftsbereiche. Indes reduzierte der Großaktionär Trina Solar seine Beteiligung massiv. Die Schweizer verkauften Aktien für rund 190 Millionen US-Dollar. Der Anteil sank damit auf elf Prozent.

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Short-Seller gegen Analysten

Fuzzy Panda Research setzt das Unternehmen unter Druck. Der Short-Seller behauptet, T1 Energy verstoße gegen US-Regularien für Steuervorteile. Grund seien enge Verbindungen zum chinesischen Hersteller Trina Solar. Roth Capital wies diese Vorwürfe als unbegründet zurück.

Die Aktie reagierte zuletzt mit extremer Stärke. Mit 10,40 Euro erreichte der Kurs ein neues Jahreshoch. In nur 30 Tagen gewann das Papier über 137 Prozent an Wert. Die Analysten von Needham und BTIG sehen das Kursziel bei 8,00 US-Dollar. Alliance Global Partners taxiert den Wert auf 8,50 US-Dollar.

Am 4. Juli steht eine wichtige Entscheidung an. Dann läuft die Frist für die Bestätigung der US-Steuervorteile ab. Anleger achten nun darauf, ob T1 Energy die restliche Finanzierung für das Austin-Projekt sichern kann.

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