Der Lebensmittelgroßhändler Sysco hat am Dienstag seine Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorgelegt – und die fallen durchwachsen aus. Während der Umsatz zulegen konnte, ging der Gewinn zurück. Die Aktie reagierte dennoch positiv und legte im vorbörslichen Handel um über 3 Prozent zu. Wie passt das zusammen?
Der Nettogewinn sank im Berichtszeitraum auf 389 Millionen Dollar oder 0,81 Dollar je Aktie, verglichen mit 406 Millionen Dollar oder 0,82 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte Ergebnis lag bei 476 Millionen Dollar oder 0,99 Dollar je Aktie. Beim Umsatz sieht es besser aus: Hier verzeichnete das Unternehmen ein Plus von 3,0 Prozent auf 20,76 Milliarden Dollar, nach 20,15 Milliarden Dollar im Vorjahr.
Warum steigt die Aktie trotzdem?
Die Antwort liegt im Ausblick. Sysco bestätigte seine Jahresprognose für das bereinigte Ergebnis je Aktie von 4,50 bis 4,60 Dollar – allerdings mit einem entscheidenden Detail: Das Unternehmen rechnet nun mit einem Wert am oberen Ende dieser Spanne. Analysten erwarten im Durchschnitt 4,58 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 84,44 Milliarden Dollar für das Gesamtjahr.
Die Führungsetage weist darauf hin, dass die Prognose einen Gegenwind von etwa 100 Millionen Dollar oder 0,16 Dollar je Aktie einschließt. Dieser Effekt entsteht durch den Vergleich mit niedrigeren variablen Vergütungen im Geschäftsjahr 2025. Bereinigt um diesen Sondereffekt würde das Gewinnwachstum je Aktie am oberen Ende einer Spanne von etwa 5 bis 7 Prozent liegen.
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Analysten werden vorsichtiger
Nicht alle teilen den Optimismus der Börsenhändler. BMO Capital Markets hat seine Schätzungen für Sysco nach unten korrigiert. Die Analysten senkten ihre Prognose für die lokalen Fälle des USFS-Segments auf 0,5 Prozent von zuvor 1,0 Prozent – und liegen damit deutlich unter den Unternehmensangaben, die auf ein Wachstum von über 0,8 Prozent hindeuteten.
Auch beim CMU-Segment wurde die Erwartung um einen Prozentpunkt auf null reduziert, wobei Neugeschäftsakquisitionen diese Schwäche teilweise ausgleichen sollen. Für das zweite Quartal schätzt BMO das bereinigte Ergebnis je Aktie nun auf 0,95 Dollar statt 0,98 Dollar – unterhalb der Unternehmensprognose von 0,97 bis 0,99 Dollar. Die Jahresschätzung wurde von 4,55 auf 4,53 Dollar gesenkt, bleibt aber innerhalb der offiziellen Guidance.
Für den Dezember rechnen die Analysten mit stagnierendem Wachstum bei lokalen Fällen, erwarten aber eine Beschleunigung im dritten Fiskalquartal aufgrund günstigerer Vergleichswerte. Die Aktie notierte im vorbörslichen Handel bei 78,00 Dollar, ein Plus von 2,35 Dollar oder 3,10 Prozent.
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