Um Darlehensforderungen in Höhe von 912.000 Euro begleichen zu können, hat die auf den Hanf- und Cannabishandel spezialisierte SynBiotic SE mit ihren Gläubigern vereinbart, diese Forderungen über eine Sachkapitalerhöhung in 227.900 Aktien der Gesellschaft umzuwandeln.
Dazu wird das Grundkapital der Gesellschaft unter Ausnutzung von bereits genehmigten Kapital von 4.677.397 Euro auf 4.905.279 Euro gegen Sacheinlage durch die Ausgabe von 227.900 neuen und auf den Namen lautenden Stückaktien erhöht. Der Ausgabebetrag der neuen Aktien liegt bei 4,00 Euro. Das Bezugsrecht von Altaktionären wird bei der Sachkapitalerhöhung, die zeitnah umgesetzt werden soll, ausgeschlossen,
Letzten Freitag schlossen Aktien von SynBiotic nach einem kräftigen Wochenplus von 10,5 Prozent bei 4,63 Euro. Man darf gespannt sein, wie sich die Nachricht, die erst am heutigen Samstag veröffentlicht wurde, am Montag auf den Aktienkurs auswirken wird. Denn da A) Bezugsrecht der Altaktionäre ausgeschlossen wurde und B) der Wandlungskurs für die neuen Aktien mit 4,00 Euro deutlich unter dem letzten Kurs liegt, besteht die Gefahr, dass sich möglicherweise enttäuschte Anleger (die Aktien nicht zum Preis von 4,00 Euro erwerben können) am Montag von ihren Papieren trennen könnten. Oder das sich Anleger fragen, warum sie die Papiere aktuell über die Börse für 4,63 Euro erwerben sollen, wo das Unternehmen über den bei der Kapitalerhöhung vereinbarten Preis signalisiert, dass der deutlich niedriger liegen könnte.
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