SynBiotic zieht die Reißleine. Das Experiment mit Hanf-Lebensmitteln endet, da der Konzern das verlustreiche Geschäft nun konsequent einstellt. Vollfokus auf Medizin. Damit will das Management den Cash-Abfluss stoppen und die Profitabilität retten.
Kursrücksetzer nach kurzer Erholung
Der jüngste Ausbruchsversuch scheiterte vorerst an der Marke von 1,30 Euro. Zur Wochenmitte verlor das Papier 6,48 Prozent und schloss bei 1,21 Euro. Marktbeobachter werten dies als Konsolidierung nach dem deutlichen Sprung vom Jahrestief bei 1,00 Euro.
Trotz des Rückschlags weist die Aktie auf Sicht von sieben Tagen ein Plus von 13,26 Prozent auf. Die hohe Volatilität von annualisiert fast 79 Prozent bleibt jedoch ein ständiger Begleiter für Anleger. Der übergeordnete Abwärtstrend ist mit einem Abstand von rund 39 Prozent zur 200-Tage-Linie weiterhin intakt.
Konzentration auf das Kerngeschäft
Hinter der Bewegung steckt ein fundamentaler Umbau des Portfolios. Das Management stellte die Unterstützung für Tochterfirmen wie Hempro International und die Hanf Farm ein. Diese Gesellschaften mussten infolge schwacher Nachfrage nach Hanf-Lebensmitteln Insolvenz anmelden oder werden liquidiert.
SynBiotic fokussiert sich stattdessen auf Beteiligungen wie WEECO Pharma und MH medical hemp. Ein wichtiger operativer Meilenstein ist dabei die GOC Nexus Operations GmbH. Diese erhielt im Frühjahr die Zulassung für den Import und die Verarbeitung von Medizinalcannabis.
Analysten sehen Kaufchance
Die Investmentexperten von mwb research bezeichnen den Kurswechsel als notwendigen Neuanfang. Sie stufen den Titel mit „Spec. BUY“ ein, senkten jedoch das Kursziel auf 1,40 Euro. Das entspricht einem deutlichen Aufwärtspotenzial vom aktuellen Kursniveau.
Für die Kursentwicklung ist die Zone um 1,20 Euro entscheidend. Hält diese Unterstützung, könnte ein erneuter Test des Kursziels von 1,40 Euro folgen. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus jedoch noch immer auf rund 49 Prozent.
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