SynBiotic trennt sich von seinen Verlustbringern. Die Aktie klettert heute um 8,99 Prozent auf 1,19 Euro. Das Management opfert Umsatz für die Chance auf Gewinne.
Radikaler Umbau im Portfolio
Der Konzern vollzieht einen harten Kurswechsel. Die Tochterfirmen Hempro International und Hanf Factory stehen vor dem Aus. Verluste fraßen dort zuletzt die Margen auf. SynBiotic liquidiert diese Bereiche nun konsequent. Das Ziel: den operativen Cash-Abfluss sofort stoppen.
Die freiwerdenden Mittel fließen in das Geschäft mit Medizinalcannabis. Hier setzt das Unternehmen auf die Töchter WEECO Pharma und MH medical hemp. Parallel dazu liefert die Zertifizierung neuer Kaltplasmatechnologien bei GOC Nexus technische Argumente für das medizinische Segment.
Ziel: Positives EBITDA
Die Neuausrichtung hat eine klare Frist. Bis zur ersten Jahreshälfte 2026 will SynBiotic ein positives EBITDA erreichen. Es wäre ein Wendepunkt für das Geschäftsmodell. Rückenwind kommt aus den USA. Die geplante Neueinstufung von Cannabis könnte den gesamten Sektor weltweit stabilisieren.
Chartbild bleibt angespannt
Trotz des aktuellen Sprungs bleibt die Lage schwierig. Seit Jahresbeginn verlor das Papier über 56 Prozent an Wert. Der Kurs notiert zudem deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 2,05 Euro. Analysten von mwb research sehen Potenzial bis 1,40 Euro — sofern die Transformation gelingt.
Im September veröffentlicht SynBiotic den Jahresabschluss 2025 sowie die aktuellen Halbjahreszahlen. Diese Daten werden zeigen, wie stark die Bereinigung die Bilanz bereits entlastet.
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