Starkes Quartal, ernüchternder Ausblick: Symrise hat im dritten Quartal beim Umsatz die Erwartungen übertroffen. Trotzdem rutschte die Aktie am Mittwoch als größter Verlierer im DAX ab. Der Grund liegt in der Marge.
Wachstum über den Erwartungen
Der Konzern steigerte den Umsatz zwischen Juli und September aus eigener Kraft um 5,3 Prozent auf 1,31 Milliarden Euro. Analysten hatten im Schnitt weniger erwartet. Inklusive Währungs- und Übernahmeeffekten ergibt sich ein Plus von 7,2 Prozent.
Zwei Sparten drehten ins Positive: Das Geschäft mit Zusätzen für Haustiernahrung und der Bereich Care & Wellness kehrten zu organischem Wachstum zurück. Nach neun Monaten steht ein organisches Umsatzplus von 3,0 Prozent.
Die Prognose enttäuscht
Die Jahresziele bleiben formal unverändert, wurden aber präzisiert. Beim organischen Umsatzwachstum peilt Konzernchef Jean-Yves Parisot nun etwa die Mitte der Spanne von 2 bis 4 Prozent an. Die bereinigte operative Marge soll in der unteren Hälfte des Korridors von 21,5 bis 22,5 Prozent liegen.
Für das Schlussquartal heißt das: Das Wachstum dürfte sich abschwächen, auch weil die Vergleichsbasis aus dem Vorjahr höher liegt. Die Aktie verlor zeitweise gut 12 Prozent und schloss den Vormittagshandel mit einem Abschlag von knapp zehn Prozent bei 90,40 Euro. Vor den Zahlen hatte sie noch bei gut 100 Euro notiert.
Hinzu kommt der Kursverlauf: In den vergangenen Wochen hatten die Papiere kräftig zugelegt. Die Präzisierung dürfte daher viele Anleger auf dem falschen Fuß erwischt haben.
Analyst sieht auch Positives
DZ-Bank-Analyst Thomas Maul rechnet damit, dass die Konsensschätzungen moderat nach unten angepasst werden. Die spezifizierte Margenprognose deute auf eine Verlangsamung im vierten Quartal hin.
Dem Bericht gewinnt er allerdings auch Positives ab. Er nennt die Rückkehr der Tiernahrung zu Wachstum, ein starkes Mengenwachstum, Hinweise auf anhaltend gute Nachfrage und eine gut gefüllte Investitions-Pipeline.
Die Aktie steht damit vor einer Neubewertung. Sie wird sich daran messen lassen müssen, ob Analysten ihre Schätzungen für 2026 tatsächlich kappen und der Margenpfad im Schlussquartal die untere Zielhälfte hält.
Stand heute, 28. Oktober: Symrise – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Symrise investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 28. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
