Swiss Re hat auf seiner Generalversammlung mehr als eine Dividende beschlossen. Der Rückversicherungskonzern vollzieht erstmals in seiner Geschichte eine strukturelle Zäsur: Das Aktienkapital wechselt von Schweizer Franken auf US-Dollar — passend zur Geschäftswährung, die das Unternehmen schon lange dominiert.
Ausschüttung auf Rekordniveau
Die Aktionäre genehmigten eine Dividende von 8,00 USD je Aktie für das Geschäftsjahr 2025, zahlbar ab dem 16. April 2026 in Schweizer Franken. Das entspricht 6,31 CHF je Aktie — ein Anstieg von rund fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt fließen damit rund 1,80 Mrd. CHF an die Anteilseigner.
Fundament dieser Ausschüttung ist ein außergewöhnliches Geschäftsjahr: Swiss Re steigerte den Konzerngewinn 2025 um 47 Prozent auf 4,8 Mrd. USD — spürbar über dem eigenen Ziel von 4,4 Mrd. USD. Die Eigenkapitalrendite kletterte auf 19,6 Prozent, die Combined Ratio im Schaden- und Unfallgeschäft auf bemerkenswert niedrige 79,4 Prozent.
Parallel läuft ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 1,5 Mrd. USD, das bis Ende 2026 abgewickelt wird — davon 500 Mio. USD als Teil des regulären jährlichen Programms.
Währungsumstellung als strategisches Signal
Die Umstellung des statutarischen Aktienkapitals auf US-Dollar ist mehr als Buchhaltung. Swiss Re begründet den Schritt damit, das Kapital an die operative Leitwährung des Konzerns anzupassen und so Effizienz sowie Kosten zu verbessern. Der Nennwert je Aktie wird auf 0,12 USD festgesetzt. Eine solche Umstellung hat es in der Unternehmensgeschichte noch nicht gegeben.
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Preisdruck trübt den Ausblick
Das Bild für 2026 ist weniger makellos. Bei den Januar-Erneuerungen erzielte das P&C-Rückversicherungsgeschäft einen nominalen Preisanstieg von nur 0,3 Prozent, während die Schadensannahmen um 4,6 Prozent stiegen — real also ein Rückgang von 4,3 Prozent. Das drückt auf die Marge.
Swiss Re hält trotzdem an seinem Gewinnziel von 4,5 Mrd. USD für 2026 fest. Die Aktie notiert aktuell bei rund 142 Euro und damit knapp 14 Prozent unter ihrem Jahreshoch vom November 2025 — der Markt preist den Gegenwind offenbar bereits ein. Ob das Gewinnziel trotz realem Preisrückgang zu halten ist, wird sich spätestens bei den Q1-Zahlen zeigen.
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