Nach einem massiven Kurssturz in der vergangenen Woche wagen sich Anleger bei Super Micro Computer wieder aus der Deckung. Obwohl schwere Vorwürfe der US-Justiz wegen illegaler China-Exporte im Raum stehen, kletterte das Papier zuletzt wieder nach oben. Offenbar wiegt die ungebrochene Nachfrage nach KI-Infrastruktur für viele Investoren schwerer als die aktuellen juristischen Risiken.
Die Hintergründe der Volatilität
Am Dienstag beendete der Titel den Handelstag mit einem Plus von gut drei Prozent bei 22,23 US-Dollar, nachdem er bereits am Montag um rund fünf Prozent zugelegt hatte. Diese Aufwärtsbewegung folgt auf einen dramatischen Einbruch am 20. März. An diesem Tag verlor das Papier über 30 Prozent an Wert.
Auslöser war eine Anklageschrift des US-Justizministeriums gegen einen Mitgründer, einen Vertriebsleiter und einen externen Dienstleister. Der Vorwurf lautet auf illegalen Export von hochmodernen KI-Servern mit Nvidia-Chips nach China. Laut Anklage beläuft sich das Volumen dieser über Südostasien umgeleiteten Geschäfte seit 2024 auf rund 2,5 Milliarden US-Dollar. Allein zwischen Ende April und Mitte Mai 2025 sollen Server im Wert von 510 Millionen US-Dollar verschifft worden sein.
Erste Konsequenzen und Analystenstimmen
Der Server-Spezialist selbst ist in der Anklage nicht als Beschuldigter aufgeführt und kooperiert nach eigenen Angaben mit den Behörden. Dennoch zog das Management personelle Konsequenzen. Der betroffene Mitgründer Yih-Shyan Liaw trat aus dem Verwaltungsrat zurück und wurde freigestellt. Auch die Zusammenarbeit mit dem involvierten Dienstleister ist beendet.
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An der Wall Street sorgten die Ereignisse für Zurückhaltung. Mehrere Analysten passten ihre Bewertungen in den vergangenen Tagen nach unten an:
- Northland Capital Markets: Abstufung von „Outperform“ auf „Market Perform“ (Neues Kursziel: 22,00 US-Dollar)
- CJS Securities: Abstufung von „Market Outperform“ auf „Market Underperform“
KI-Boom stützt das Kerngeschäft
Dass die Aktie trotz dieser Belastungsfaktoren wieder Käufer findet, liegt am robusten operativen Geschäft. Super Micro Computer profitiert weiterhin enorm vom rasanten Ausbau der Rechenzentren durch KI-Unternehmen. Erst kürzlich erweiterte der Konzern sein Portfolio um neue Systeme, die auf Nvidias Vera-Rubin-Plattform basieren, sowie um spezielle Speicherlösungen für KI-Fabriken. Diese fundamentale Stärke im KI-Sektor scheint die Governance-Risiken in den Augen einiger Marktteilnehmer zumindest teilweise auszugleichen.
Wie stark das operative Geschäft tatsächlich brummt, wird sich Anfang Mai zeigen, wenn das Unternehmen seine nächsten Quartalszahlen vorlegt. Die Erwartungen des Marktes sind hoch gesteckt: Analysten gehen im Konsens von einem Umsatzwachstum von 170 Prozent im Jahresvergleich sowie einer Verdopplung des Gewinns je Aktie aus.
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