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Symbolbild, KI-generiert

Super Micro Computer Aktie: Assenagon verkauft 343.528 Aktien

Assenagon reduziert SMCI-Anteil massiv, während andere aufstocken. Der faire Wert liegt 30% über dem Kurs, doch operative Verluste belasten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Großinvestor Assenagon verkauft 75% seiner Anteile
  • Aktie notiert 30% unter fairem Wert
  • Operativer Cashflow durch Investitionen negativ
  • Quartalszahlen im August als wichtiger Test

Privatanleger sehen ein Unternehmen mit Milliarden-Aufträgen – institutionelle Investoren sehen vor allem ein Risiko. Bei Super Micro Computer klaffen diese Perspektiven derzeit weit auseinander. Der Aktienkurs reagiert entsprechend nervös.

Assenagon zieht die Reißleine

Ein Signal kommt von Assenagon Asset Management. Der Vermögensverwalter hat seine Beteiligung an Super Micro Computer um knapp 75 Prozent reduziert – 343.528 Aktien wurden verkauft. Übrig bleiben rund 116.275 Papiere.

Das ist ein auffälliger Schritt, aber kein Massenexodus. Insgesamt halten institutionelle Anleger noch 84 Prozent der SMCI-Aktien. Kleinere Häuser wie Focused Wealth Management und Krilogy Financial haben ihre Positionen im letzten Quartal sogar aufgestockt – um 3,3 beziehungsweise 12,2 Prozent.

Die Botschaft ist klar: Manche Manager steuern gegen die Volatilität an, andere ziehen sich zurück. Beide Seiten haben ihre Logik.

Rabatt von 30 Prozent

Die fundamentalen Daten sprechen für die Käufer. Eine aktuelle Discounted-Cashflow-Analyse ermittelt einen fairen Wert von rund 43,30 Dollar pro Aktie. Bei aktuell etwa 29,33 Dollar notiert die Aktie mit einem Abschlag von über 30 Prozent.

Das Problem: Der operative Cashflow ist derzeit negativ. Rund 6,9 Milliarden Dollar Abfluss in zwölf Monaten – das hört sich dramatisch an. Es ist aber vor allem eine Folge der Investitionen in den 39 Milliarden Dollar schweren AI-Server-Auftragsbestand. Mit einer kürzlich platzierten 7-Milliarden-Finanzierung will das Unternehmen die benötigten Komponenten vorfinanzieren.

Der Auftragsberg ist gigantisch. Die Frage ist nur: Wann wird er zu Geld?

Zwei Gesichter des gleichen Marktes

Technologisch ist Super Micro gut positioniert. Das Unternehmen hat gerade Blaupausen für die Vera-Rubin-NVL4-Plattform vorgestellt – ein System für flüssigkeitsgekühlte Rechenzentren, das ab der zweiten Jahreshälfte 2026 ausgeliefert werden soll.

Die Nachfrage nach AI-Infrastruktur ist ungebrochen.

Doch parallel läuft eine Untersuchung der Behörden. Es geht um mögliche Verstöße gegen Exportkontrollen bei Hochleistungschips. Der Konzern kooperiert den Angaben zufolge mit den Ermittlern. Die rechtlichen Risiken bleiben aber ein Kurstreiber – nach unten.

Die Jahresrendite von SMCI liegt bislang bei mickrigen 0,2 Prozent. Dell hat sich im gleichen Umfeld deutlich besser geschlagen.

Der nächste Test kommt im August. Dann legt Super Micro die Quartalszahlen vor. Analysten rechnen mit einem Umsatzsprung von 5,76 auf 11,73 Milliarden Dollar – und einem Gewinn je Aktie von 69 Cent nach 41 Cent im Vorjahr. Entscheidend wird sein, wie viel vom 39-Milliarden-Auftragspolster in realisierte Einnahmen umgewandelt wurde. Nur dann kann der Bewertungsabschlag schmelzen.

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