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Super Micro Computer Aktie: 32,80 Prozent Einbruch in 30 Tagen

Trotz niedriger Bewertungskennzahlen und hohem Wachstum verliert die Aktie von Super Micro Computer weiter an Wert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie verliert über 30 Prozent in 30 Tagen
  • Bewertungskennzahlen deuten auf Unterbewertung hin
  • Umsatzwachstum von über 100 Prozent erwartet
  • Charttechnik zeigt klaren Abwärtstrend

Ein Forward-KGV von 7,53 bei einem Branchendurchschnitt von 15 — eigentlich ein Schnäppchen. Trotzdem verlieren Anleger bei Super Micro Computer gerade den Glauben. Die Aktie des Servertechnik-Herstellers ist binnen 30 Tagen um 32,80 Prozent eingebrochen. Zwischen Zahlen, die nach Kaufgelegenheit aussehen, und einem Chart, der nach Abwärtstrend schreit, klafft eine deutliche Lücke.

Am Montag schloss die Aktie bei 23,83 US-Dollar, ein Minus von 1,45 Prozent. Der breite Markt gab an diesem Tag ebenfalls nach, aber deutlich moderater. Über die vergangenen zwölf Monate hat sich der Kurs mehr als halbiert, ein Rückgang von 53,73 Prozent.

Bewertung wirkt günstig, Techniker warnen

Der PEG-Wert von 0,27 signalisiert, dass der Markt das erwartete Gewinnwachstum kaum einpreist. Für das kommende Quartal rechnen Analysten mit einem Gewinn je Aktie von 0,70 US-Dollar. Das wäre ein Plus von 70,73 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Beim Umsatz fällt die erwartete Dynamik noch deutlicher aus. Für das laufende Quartal taxieren Analysten die Erlöse auf 11,71 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 103,47 Prozent. Für das gesamte Geschäftsjahr liegt die Konsensschätzung bei 39,67 Milliarden US-Dollar Umsatz und 2,59 US-Dollar Gewinn je Aktie — Zuwächse von 80,55 Prozent beziehungsweise 25,73 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Diese Wachstumszahlen stehen im Widerspruch zur Kursentwicklung. Die Branche selbst steht gut da: Der Sektor für Computer-Speichergeräte gehört laut Zacks Industry Rank zu den besten elf Prozent von mehr als 250 untersuchten Industrien. Super Micro Computer profitiert von diesem Rückenwind offenbar nicht.

Charttechnik zeigt klare Schwäche

Der aktuelle Kurs liegt 27,51 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 32,87 US-Dollar. Auch der langfristige 200-Tage-Durchschnitt bei 31,91 US-Dollar wird um 25,31 Prozent unterschritten. Ein Trend, der sich seit Wochen verfestigt, kein kurzfristiger Ausrutscher.

Der 14-Tage-RSI steht bei 33,5 und nähert sich der als überverkauft geltenden Marke von 30. Die annualisierte Volatilität der vergangenen 30 Tage liegt bei 116,39 Prozent — ein Wert, der für erhebliche Kursschwankungen in beide Richtungen spricht. Vom Rekordhoch bei 60,71 US-Dollar aus dem Juli 2025 trennen die Aktie mittlerweile 60,75 Prozent.

Konkrete Auslöser für die jüngste Talfahrt sind unklar. Die Diskrepanz zwischen erwartetem Wachstum und tatsächlicher Kursentwicklung bleibt vorerst bestehen. Ob die kommenden Quartalszahlen die Wachstumsversprechen einlösen, entscheidet sich mit der nächsten Berichtssaison.

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Diskussion zu Super Micro Computer

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.