Der Halbleiterausrüster aus Garching schockte im Oktober mit einer Gewinnwarnung – doch jetzt drehen plötzlich die Analysten auf. Während die Q3-Zahlen noch für Ernüchterung sorgten, sehen Experten ein Kurspotenzial von 24 Prozent. Ist die Schmerzphase vorbei und die Aktie nun ein antizyklisches Schnäppchen? Oder droht nach der Erholung die nächste Enttäuschung?
Die Wende: Vom Prügelknaben zum Hoffnungsträger
Am Freitag meldete sich die Süss MicroTec-Aktie eindrucksvoll zurück. Mit einem Plus von über 3 Prozent konnte das Papier wichtige technische Marken zurückerobern – ein Signal, das aufhorchen lässt. Die Phase der Verunsicherung nach den schwachen Quartalszahlen scheint überwunden.
Was hinter der Erholung steckt:
- Analysten greifen ein: Jefferies bekräftigt seine Kaufempfehlung und sieht den fairen Wert bei 42 Euro
- Technische Trendwende: Die Aktie kletterte über den 50-Tage-Durchschnitt zurück
- RSI-Signal: Der Relative Strength Index verließ den überverkauften Bereich – der Verkaufsdruck lässt nach
- Bodenbildung: Die Marke von 32 Euro hält als Unterstützung, erste Aufwärtsdynamik kehrt zurück
Doch was hat sich fundamental verändert? Die Antwort: nichts – und genau das macht die Situation so spannend.
Strategie 2030: Das Ass im Ärmel?
Der scheinbare Widerspruch löst sich auf, wenn man auf die Zeitachse schaut. Im dritten Quartal kämpfte Süss MicroTec mit Anlaufkosten am neuen Taiwan-Standort und einem ungünstigen Produktmix. Die Folge: eine gesenkte EBIT-Margen-Prognose auf nur noch 11 bis 13 Prozent für 2025.
Die andere Seite der Medaille präsentierte das Management Mitte November auf dem Capital Markets Day. Die „Strategie 2030“ verspricht eine dramatische Margensteigerung auf 43 bis 45 Prozent Bruttomarge. Der Treiber? Advanced Packaging für KI-Anwendungen – ein Markt, der explodiert.
Investoren stehen damit vor der Frage: Gewichten sie die kurzfristigen Probleme oder die langfristige Vision? Die Kursreaktion zeigt: Der Markt beginnt, durch die Delle von 2025 hindurchzublicken.
Kritischer Moment voraus
Die kommenden Handelstage werden zeigen, ob die Erholung Substanz hat. Die Marke von 34 Euro fungiert als Widerstand – ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde den Weg bis 36 Euro freimachen. Scheitert die Aktie hingegen an dieser Hürde, könnte der Ausflug nach oben nur ein kurzes Strohfeuer gewesen sein.
Was fehlt, sind konkrete Beweise, dass die Kosteneffizienzmaßnahmen greifen. Bis zum nächsten Quartalsbericht bleibt die Story eine Wette auf die Zukunft. Mit einem RSI von 28 und einer Volatilität von fast 93 Prozent ist eines sicher: Langweilig wird es nicht.
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