Rekordumsatz im Jahr 2025 — und trotzdem Verkaufsdruck. Süss MicroTec überschritt erstmals die Umsatzmarke von einer halben Milliarde Euro, enttäuschte Anleger aber mit einem deutlich konservativeren Gewinnausblick für 2026. Der Kursrückgang von rund 15 Prozent auf Wochensicht spiegelt diese Enttäuschung wider.
Marge unter Druck, Strategie klar
Der Halbleiterausrüster erzielte 2025 einen Umsatz von 503,2 Millionen Euro — ein Plus von 12,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die operative EBIT-Marge lag bei 13,1 Prozent und erfüllte damit die Erwartungen.
Für 2026 rechnet das Management jedoch nur noch mit einer EBIT-Marge zwischen 8 und 10 Prozent. Marktbeobachter hatten zuvor rund 11,6 Prozent erwartet. Der Hauptgrund: Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben sollen von neun auf elf Prozent des Umsatzes steigen. Hinzu kommt der Bau eines neuen Entwicklungszentrums in Deutschland, in das das Unternehmen bis zu 45 Millionen Euro investiert. Zehn neue Produkte sollen innerhalb der nächsten zwei Jahre auf den Markt kommen — Schwerpunkt KI-Chipmodule und High Bandwidth Memory.
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Analysten sehen 2027 als Wendepunkt
Trotz des Kursrückgangs bleibt die Analystengemeinde auffällig gelassen. Die Deutsche Bank hob ihr Kursziel nach der Prognoseanpassung sogar von 58 auf 62 Euro an und bekräftigte ihre Kaufempfehlung. Analyst Michael Kuhn bezeichnete die Erwartungsanpassung als gesund und sieht den Weg für eine deutliche Erholung ab 2027 geebnet. Jefferies und Metzler verwiesen auf stabile Auftragstrends — im vierten Quartal 2025 stabilisierte sich der Auftragseingang bei 117,5 Millionen Euro. Zehn Kaufempfehlungen stehen derzeit einem einzigen Verkaufsrat gegenüber.
Das Jahr 2026 ist damit klar als Übergangsjahr eingepreist. Entscheidend wird sein, wie schnell die neuen Produktionskapazitäten in Asien anlaufen und die Produktinnovationen erste Umsatzbeiträge liefern — denn ab 2027 erwartet das Management eine spürbare Profitabilitätssteigerung, die den vorübergehenden Margenrückgang überkompensieren soll.
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